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MI | 10.02.2010
Franz Voves beim Maiaufmarsch der steirischen SPÖ (Bild: SPÖ/Peter Palme)
TAG DER ARBEIT
Voves für Vermögenssteuer
Die Veranstaltungen zum 1. Mai sind ganz im Zeichen der Wirtschafts- und Finanzkrise gestanden. Beim traditionellen Maiaufmarsch der SPÖ in Graz forderte Landeshauptmann Franz Voves einmal mehr die Besteuerung von Vermögen.
Mehr als 3.000 Menschen nahmen beim Maiaufmarsch der steirischen SPÖ teil.
Die Wirtschaftskrise, Kurzarbeit in vielen steirischen Betrieben und immer mehr Arbeitslose - das waren für viele die Motive, warum sie an der Maiveranstaltung teilnahmen.

"Das Heute sichern, die Zukunft gewinnen"
Die SPÖ marschierte vom Stadtpark zum Hauptplatz - unter Blasmusikbegleitung und mit zahlreichen Transparenten: Viele trugen T-Shirts mit der Aufschrift "Das Heute sichern, die Zukunft gewinnen".
Maiaufmarsch der steirischen SPÖ (Bild: ORF)
Laut SPÖ nahmen mehr als 3.000 Menschen an der Maiveranstaltung teil - und damit deutlich mehr als in den Jahren zuvor.
"Arbeitnehmer haben Krise nicht verursacht"
Das Thema Arbeitsplätze dominierte dann auch die Reden. Andreas Martiner, Gewerkschafter und Betriebsrat der Andritz AG, sagte, die Arbeitnehmer hätten die Krise nicht verursacht, daher sollen sie nicht die Suppe auslöffeln müssen.
Der schwarz-grünen Regierung in Graz sei es egal, dass Menschen freiwillig auf Lohn verzichten müssten, so Riedler.
"Unsinnige schwarz-grüne Politik verhindern"
Der Grazer SPÖ-Vorsitzende Wolfgang Riedler kritisierte die schwarz-grüne Regierung in Graz, der es völlig egal sei, dass Postämter zugesperrt werden und dass Menschen freiwillig auf Lohn verzichten müssten: "Das ist die Politik, die Schwarz-Grün in Graz betreiben, und wir werden alles tun, um diese unsinnige Politik zu verhindern", so Riedler.
Franz Voves spricht am Maiaufmarsch der SPÖ (Bild: ORF)
"Es wird uns ja keiner für so deppert halten, dass wir die Häuslbauer besteuern wollen."
Voves für höheres Arbeitslosengeld
Voves forderte dann erneut eine Erhöhung des Arbeitslosengeldes und dass Vermögen stärker besteuert wird - Spekulationsgewinne durch den Verkauf von Unternehmensbeteiligungen sollen darin ebenfalls enthalten sein: "Es wird uns ja keiner für so deppert halten, dass wir die Häuslbauer besteuern wollen. Es geht uns um ganz andere, aber diese anderen schieben immer das Argument der Häuslbauer vor, um ihre Pfründe zu schützen, aber dieses Mal werden wir das nicht zulassen", so Voves.
Gerechteres Steuersystem
Das Steuersystem müsse gerechter werden, so dass Familien mehr Geld im Börsel haben, so Voves: "Nach einem Jahr ist jeder Aktiengewinn steuerfrei, während die Großmutter 25 Prozent KESt am Sparbüchl zahlt".
Damit die Arbeitsplätze in Österreich bleiben, müssten Monopole verhindert werden, so Voves - mit Marximus oder Leninismus habe das gar nichts zu tun.
Der steirische ÖVP-Chef ist gegen neue Steuern.
Schützenhöfer auf Besuchstour
Keine neuen Steuern in der Krise lautet dagegen das Motto von ÖVP-Parteichef Hermann Schützenhöfer, der, wie jedes Jahr, einigen Betrieben, die trotz Feiertag arbeiten, ein Frühstück vorbeibrachte - so besuchte Schützenhöfer die Polizeiinspektion Graz-Paulustor sowie die Feuerwache Graz-Ost und das Tondach Ziegelwerk im südsteirischen Gleinstätten.

KPÖ und Grüne für Vermögenssteuer
Ein anderes Credo trommelte am Tag der Arbeit naturgemäß die KPÖ bei ihrem Marsch durch die Grazer Innenstadt - ebenso wie die Grünen und die SPÖ fordern auch die Kommunisten vor allem einen größeren Beitrag der so genannten Reichen zur Bekämpfung der Krise.
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