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MI | 10.02.2010
Studenten sitzen im Hörsaal auf dem Boden (Bild: APA/Roland Schlager)
UNIVERSITÄTEN
Auch Hörsaal an Uni Graz besetzt
Hunderte Studierende blockieren seit Donnerstag das Audimax der Uni Wien. Seit Freitagabend werden sie von Kollegen in Graz unterstützt: Eine Gruppe Studierender hat einen Hörsaal der Uni Graz besetzt; weitere Aktionen sollen folgen.
Der Hörsaal auf der Vorklinik ist seit 18.00 Uhr besetzt.
Hörsaal besetzt - "Open end"
Rund 50 Studierende hatten sich schon Freitagnachmittag am Campus zusammengefunden, aber bis zum Ende der letzten Vorlesung gewartet, bis man nach 18.00 Uhr im Hörsaal 06.01 auf der Vorklinik Platz nahm - "open end", wie es hieß.
Die ÖH unterstützt die Aktion.
"Wir wollen ernst genommen werden"
Es gehe darum, gehört und ernst genommen zu werden - bringt es der Vorsitzende der Österreichischen Hochschülerschaft (ÖH) an der Karl-Franzens-Universität auf den Punkt. Studierende seien ernst zu nehmen, so Cengiz Kulac, deshalb habe man sich den Protesten in Wien angeschlossen.
Kritik an steigenden Kosten für Studium.
Zorn gegen Bildungssystem
"Es ist einfach der Zorn gegenüber einem Bildungssystem: Man muss immer mehr zahlen, immer mehr aufwenden, die Lebensumstände werden immer prekärer, immer schwieriger. Man muss immer mehr Geld in die Hand nehmen, um sich ein Studium leisten zu können, und irgendwann reicht's dann einmal", so Kulac. Es habe sich im Laufe der Zeit viel angestaut.
Kritik an Aufnahmebeschränkungen
Das neue Universitätsgesetz, das seit 1. Oktober in Kraft ist, sei nur die Spitze des Eisbergs. Die geplanten Aufnahmebeschränkungen an Unis haben laut dem ÖH-Vorsitzenden das Fass zum Überlaufen gebracht. Die Studierenden fordern, dass die Studiengebühren abgeschafft bleiben, bessere Studienbedingungen und mehr Geld für die Unis.
Rektorat will bei friedlichem Protest nicht einschreiten.
Rektorat zu Gesprächen bereit
Das Rektorat der Uni Graz stehe zu einem Gespräch zur Verfügung, aber es sei noch kein solches gewünscht worden, erklärte ein Unisprecher. So lange die Aktion friedlich von statten gehe und es zu keinen Beschädigungen komme, werde man bis auf weiteres nicht einschreiten.
"Von Hörerversammlungen, bis Demonstrationen."
Weitere Protestaktionen angekündigt
Es werden nächste Woche weitere Protestaktionen folgen, sagt Kulac: "Von Hörerversammlungen, bis Demonstrationen bis kleinere Aktionen mit Sitzstreiks - alle Formen des friedlichen und legitimen Protests."
TU Graz überlegt sich anzuschließen
Der Protest könnte sich auf andere Unis ausweiten, kündigt der ÖH-Vorsitzende der Technischen Universität Graz, Andreas Kainer, an: "Wir überlegen derzeit was wir tun. Es gibt ja schon Forderungen u.a. nach Hahns (Wissenschaftsminister, Anm.) Rücktritt, Abschaffung der Zugangsbeschränkungen und der Einstufungstests - die Forderungen unterstütze ich prinzipiell."
Unterstützung von den steirischen Grünen
Unterstützung bekommen die Studenten von den steirischen Grünen: Die Studierenden müssten das Versagen der Regierung in der Universitätspolitik ausbaden, sagt die Landtagsabgeordnete Edith Zitz.
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Ihre Meinung zu diesem Thema
WER BEZAHLT DAS GANZE?
run49ab, vor 108 Tagen, 14 Stunden, 37 Minuten
In Zeiten wie diesen? Wo wir uns der 400.000 Grenze von Arbeitslosen nähern? Studiengebühr gibt es bis auf 3 Ausnahmen Wo dieses Geld später zurück bezahlt werden muss!) in allen EU-Ländern, wie gestern im TV-ATV-Talk erklärt wurde. Weltweit gibt es nichts umsonst! Jede Leistung muss bezahlt werden. Auch Leistungen an die Studierenden. Warum haben wir allein aus Germany 20% Zuwachs? Wo nicht einmal für unsere Studenten genügend Platz ist. Alle wollen alles umsonst! Reformen ja, aber nicht auf Kosten der Allgemeinheit bzw. Steuerzahler.
JA, das unterschreibe ich.
84senf497, vor 108 Tagen, 14 Stunden, 24 Minuten
run, volle zustimmung!!
golderl3, vor 108 Tagen, 14 Stunden, 13 Minuten
ausserdem, eine uni zu besetzen ist der falsche weg!!
sich zusammensetzen und darüber reden wäre der richtige!
Es soll auch EINIGE geben ,welche STUDIEREN,
dasa, vor 108 Tagen, 15 Stunden, 10 Minuten
weil sie nicht arbeiten wollen?Was sagt man da zu ? Wie schaut es mit den Arbeitsplätzen nach dem Studium aus ?
Weil der zuständige Minister
karl50, vor 108 Tagen, 17 Stunden, 33 Minuten
wieder einmal seine "Hilflosigkeit" beweist. Herr Hahn hat ja auch die ÖVP Wien zu einer Kleinpartei geführt. Nun soll er als Dank auch noch einen besser bezahlten Posten in Brüssel erhalten.
das peter-prinzip:
ineane, vor 108 Tagen, 16 Stunden, 23 Minuten
in parteien steigen die braven auf bis zur stufe der völligen inkompetenz.
100% richtig!
karl50, vor 108 Tagen, 15 Stunden, 51 Minuten
SPÖ und ÖVP einigten sich auf den schwächsten Kandidaten. Dieser soll unsere Interessen in Brüssel vertreten.
Die Dekane müssen das für ihre Fakultäten und Studienrichtungen klären.
ineane, vor 108 Tagen, 22 Stunden, 9 Minuten
Am besten zwei bis drei restriktive Studieneingangsprüfung je Studienrichtung, dann ist ab dem zweiten oder dritten Semester genug Platz in den Hörsälen für alle die das Studieren Ernst nehmen. Aber dazu braucht es Mumm - und den haben Uni-Karrieristen nicht immer.
anaxagoras, vor 108 Tagen, 6 Stunden, 32 Minuten
Dekane sind aber nicht kleine Napoleons an den Unis. So weitreichende Entscheidungen gehen über die Universitätsgesetze hinaus und können nicht von Dekanen beschlossen werden.
und wieder mal
onza, vor 108 Tagen, 23 Stunden, 14 Minuten
melden sich leute zu wort die einen hörsaal wohl noch nie von innen gesehen haben.
nur weil du dort den boden wischen darfst?
bleiberecht, vor 108 Tagen, 17 Stunden, 40 Minuten
Niedliche Forderung:
erik1, vor 109 Tagen, 35 Minuten
"Bildung für alle!" Jeder darf sich jederzeit bilden. Warum tun es bloß so wenige?
Um mehr Geld vom Staat einzufordern wurde das falsche Haus besetzt. Da wäre das Hohe schon günstiger gewesen...
Cencik Kulaz oder wie der sich nennt .
iris, vor 109 Tagen, 1 Stunde, 38 Minuten
Wer ist der eigentlich und von wo kommt er ? Ein Einklatscher oder so ?
onza, vor 108 Tagen, 23 Stunden, 16 Minuten
http://tinyurl.com/yldkee5
Das möchte doch schwerst zu hoffen sein,
grübel1, vor 109 Tagen, 2 Stunden, 8 Minuten
... dass da weitere Aktionen folgen.
Halt nicht gerade welche von der Seite der illegalen Gebäudebesetzer ...
onza, vor 108 Tagen, 23 Stunden, 13 Minuten
wieso ist das dein persönliches anliegen?
Das ist ein zweischneidiges Schwert...
black928er, vor 109 Tagen, 2 Stunden, 53 Minuten
Auf der einen Seite wird gefordert, die Hörsäle nicht so "voll zu stopfen" auf der anderen Seite gibt es die Forderung nach der Aufhebung der Zugangsbeschrenkungen.
Auf der einen Seite steht die Mehrzahl der Studenten die studieren wollen und auf der anderen die, die einfach nur studieren weil ihnen gerade nix besseres eingefallen ist.
Grundsätzlich sollte hier zur Ehrenrettung der Studenten aber immer noch erwähnt werden, dass der Staat den Studenten auf der Tasche liegt und nicht anders rum. Studiumsabsolventen werden zumeist ihr ganzes Arbeitsleben lang besser entlohnt als Personen ohne Studium. Objektiv aufgerechnet kommt so durch das Mehr an Steuern eine positive Bilanz für die Studierenden heraus. Der Staat (insbes. natürlich das zuständige Wissenschaftsministerium) muss sich also daher schon mal mit dem Gedanken anfreunden, den Studenten den teilweise bürokratischen oder schier Unzumutbaren Studienalltag etwas zu erleichtern. Ich bin nicht für eine mit einem "Gewaltakt" nach vorne getriebene Lösung aber es muss sich einschneidendes ändern wenn wir unseren Bildungsstand halten wollen.
onza, vor 108 Tagen, 23 Stunden, 15 Minuten
also mit der alten regelung hats ja auch ohne zugangsbeschränkungen funktioniert
Der zuständige Minister verzieht sich nach Brüssel!
karl50, vor 109 Tagen, 4 Stunden, 2 Minuten
Völliges Chaos im Ministerbereich von Herrn Hahn! Der hat ja auch schon die ÖVP Wien zu einer Kleinpartei gemacht.
Na bravo !
iris, vor 109 Tagen, 1 Stunde, 37 Minuten
Schüsselpartei wo sie hingehört !
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