Kultur spezial - Konzert

Das besondere Programm für besondere Hörer, jeden Sonntagabend auf Radio Steiermark: mit besonderer Musik - von klassisch bis zeitgenössisch.

Klassisches am Sonntagabend

Im Rahmen von „Kultur spezial - Konzert“ bringt Radio Steiermark jeden Sonntag von 20.04 bis 22.00 Uhr (am vierten Sonntag im Monat zwischen 21.00 und 23.00 Uhr) Musik aus den steirischen Konzertsälen - und beschränkt sich dabei nicht auf die Klassik - da darf durchaus auch etwas Avantgardistisches dabei sein.

27.Mai: Anselm Hüttenbrenner

Porträt eines steirischen Komponisten

Vor 150 Jahren, am 5. Juni 1868, starb Anselm Hüttenbrenner in seiner Heimatstadt Graz. Während sein Name heutzutage meist nur mit seinem engen Freund Franz Schubert in Verbindung
gebracht wird, war der Komponist und Musikkritiker Anselm Hüttenbrenner zu seinen Lebzeiten eine Größe der heimischen Kulturszene. Er komponierte 27 geistliche Werke – darunter sechs Messen und drei Requien -, acht Opern, über 250 Lieder für eine Singstimme mit Klavierbegleitung sowie 280 Werke für Männerchor.

Als der Grazer Anselm Hüttenbrenner 1815 zum Jurastudium nach Wien ging, lernte er auch Gesang und Komposition beim k. k. Hofkapellmeister Antonio Salieri, wo er auch mit dem damals 18-jährigen Franz Schubert bekannt wurde, woraus sich eine lebenslange Freundschaft entwickeln sollte. Gemeinsam mit seinen Brüdern Heinrich, Josef und Andreas war Anselm Hüttenbrenner einer der ersten „Schubertianern“, wie man damals die Fans des jungen Komponisten nannte.

Zweimal war Hüttenbrenner auch Direktor des Steiermärkischen Musikvereins. Er setzte sich stark für die Ernennung Franz Schuberts zum Ehrenmitglied des Steirischen Musikvereins ein, was schließlich auch gelang. Schubert war darüber so erfreut, dass er daraufhin seine h-Moll-Symphonie, die sogenannte „Unvollendete“ dem Steiermärkischen Musikverein widmete und nach Graz sandte. Lange Zeit galt das Werk jedoch als verschollen, weil Anselm Hüttenbrenner die Originalpartitur bis wenige Jahre vor seinem Tod unter Verschluss hielt.

„Kultur spezial - Konzert“ erweist Anselm Hüttenbrenner seine Reverenz und beleuchtet sein Leben und Wirken genauer. Dazu hat Gestalter Gerhard Hafner den Bariton Ulf Bästlein, den Musikwissenschaftler Michael Aschauer, den Dirigenten Jan Schumacher sowie die Pianistin Julia Rinderle zum Interview gebeten. Dazu erklingt Musik aus der Feder Anselm Hüttenbrenners, interpretiert von heimischen Künstlern, bzw. sind Aufnahmen zu hören, die in der Steiermark entstanden sind.

Geige

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21. Mai: Begegnung mit Maria Anna

Nannerls Leben mit Bruder Wolfgang
Wie ist es, die große Schwester eines Genies wie Wolfgang Amadeus Mozart zu sein? Die Schauspielerin Maria Köstlinger schlüpft in die Rolle von Mozarts Schwester Maria Anna und gibt einen Einblick in das Verhältnis zu dessen Bruder Wolferl.
Auf den langen Reisen durch Europa wurden zunächst beide als Wunderkinder gefeiert. Dann – mit Wolfgangs Italienreisen – war das Interesse und die Aufmerksamkeit eher auf den komponierenden Bruder fokussiert. Maria Anna blieb zu Hause, bei der Mutter, dann beim Vater, schließlich bei ihrem Ehemann.

  • Leopold MOZART:
    Notenbuch für Maria Anna Mozart (Auswahl)
    Trio Nr. 1 für Klavier, Violine und Violoncello in F-Dur, LMV XI:1
    „Frosch-Parthia“ für Violine, Violoncello und Vass in C-Dur, LMV XII:7
  • Wolfgang Amadeus MOZART:
    Sonate für Klavier, Flöte und Violoncello in A-Dur, KV 12
    Contratanz in B-Dur, KV 123/73g
    Sonate für Klavier, Flöte und Violoncello in C-Dur, KV 14
    Divertimento für Klavier, Violine du Violoncello in B-Dur, KV 254
    Quartett für Flöte, Violine, Viola und Violoncello in C-Dur, KV 285b
    Contratänze für Flöte, zwei Violinen, Bass und Trommel, KV 609
    Trio für Klavier, Violine und Violoncello in G-Dur, KV 564

Maria KÖSTLINGER - Lesung

Annie LAFLAMME – Traversflöte
Fritz KIRCHER, Sofija KRSTESKA-KLEBEL – Violine
Gerswind OLTHOFF – Viola
Isolde HAYER – Violoncello
Georg KRONEIS – Violone
Ulrike STADLER – Trommel
Florian BIRSAK – Hammerflügel, Leitung

(Aufgenommen am 19. Juli 2017 im Rahmen der styriarte in der Helmut-List-Halle in Graz)

„Kultur Spezial - Konzert“ zum Nachhören

Falls Sie einmal eine Sendung versäumt haben - kein Problem: „Kultur spezial - Konzert" gibt es auch zum Nachhören.

Die Sendung vom 21. Mai zum Nachhören

20. Mai: Ihr Menschen rühmet Gottes Liebe

Bach XXI - Finale
Auch beim abschließenden Abend am 5. Mai sind Domkapellmeister Josef Döller und das Solistenquartett sowie die Domkantorei Graz und die Capella Leopoldina Graz den Prämissen des Projektes „Bach XXI“ treu geblieben, die geistlichen Kantaten von Johann Sebastian Bach nicht nur nach den neuesten Erkenntnissen der historischen Aufführungspraxis darzubieten, sondern sie auch in zeitlicher Nähe zu den Festtagen, für die sie Bach gedacht hat, aufzuführen.

Das letzte Konzert des 20 Jahre voll Konsequenz, Akribie sowie musikalisch-künstlerischer Kompetenz und Kreativität betriebenen Projektes war Kantaten zum Pfingstfest bzw. zum Fest „Christi Himmelfahrt“ gewidmet.

  • Johann Sebastian BACH:
    Ihr Menschen, rühmet Gottes Liebe, BWV 167
    Wer mich liebet, der wird mein Wort halten, BWV 59
    Ich liebe den Höchsten von ganzem Gemüte, BWV 174
    Er rufet seinen Schafen mit Namen, BWV 175
    Auf Christi Himmelfahrt allein, BWV 128

Barbara FINK – Sopran
Katrin AUZINGER – Alt
Daniel JOHANNSEN – Tenor
Matthias HELM – Bass

DOMKANTOREI GRAZ
CAPELLA LEOPOLDINA GRAZ
Dirigent: Josef DÖLLER

(Aufgenommen am 5. Mai im Mausoleum Graz)

„Kultur Spezial - Konzert“ zum Nachhören

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Die Sendung vom 20. Mai zum Nachhören

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