Unterkärntner Alltag im Feuerwehrmuseum

Das steirische Feuerwehrmuseum in Groß St. Florian zeigt in seiner heurigen Sommerausstellung Bilder des deutschen Malers Werner Berg. Seine Werke bieten einen seltenen Blick auf das Alltagsleben in seiner Wahlheimat Unterkärnten.

Sendungshinweis:

„Steiermark heute“, 2.8.2017

Die Landschaft und die Menschen in seiner Wahlheimat, dem Kärtner Unterland, haben den Maler Werner Berg (1904 - 1981) immer fasziniert. Dort lebte er am Rutarhof, einem Bergbauernhof hoch über der Drau. In Kooperation mit dem Werner Berg-Museum in Bleiburg zeigt das steirische Feuerwehrmuseum nun eine umfassende Schau seiner Werke.

Darin werden alltägliche Motive zu etwas Besonderem: „Gerade die Werke Werner Bergs fordern eine Fokussierung auf das Wesentliche. Aber es ist auch eine Verlangsamung und Entschleunigung“, sagt Nina Zmugg vom Feuerwehrmuseum; es seien auch Themen, die genau den momentanen Zeitgeist treffen.

Veränderungen in den Werken sichtbar

In der Ausstellung kann die Wandlung des Künstlers und seiner Werke nachvollzogen werden: Von vollen und bunten Farben verändern sich die Werke hin zu kargen und kühlen Landschaften. „Im Frühwerk, den Ölbildern der 30er-Jahre, spürt man noch stark den Einfluss der deutschen Expressionisten“, sagt Nina Zmugg - diese Bilder seinen geprägt von Rot- und Orangetönen.

Ausstellung Werner Berg, Feuerwerhrmuseum

ORF

Doch im Laufe der Jahre, vor allem ab den 60er-Jahren, bediente sich Berg einer viel kühleren Farbpalette. „Das hat natürlich auch damit zu tun, dass er 1970 seine Frau verliert und man so ein Gefühl für das Seelenleben des Künstlers bekommt“, so Zmugg. Die umfangreiche Schau von frühen bis späteren Werken von Werner Berg ist noch bis 27. August im Feuerwehrmuseum in Groß St. Florian zu sehen.

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