„Alles Tanz“ in der Grazer Oper

In der Grazer Oper ist in der Nacht auf Sonntag die 18. Opernredoute über die Bühne gegangen. Dabei vergnügten sich im wohl schönsten Ballsaal des Landes mehr als 2.500 Gäste bis in die frühen Morgenstunden.

Die Opernredoute ist und bleibt der Höhepunkt des steirischen Ballkalenders - und auch zur 18. Ausgabe kam alles, was Rang und Namen hat. Organisator Bernd Pürcher, Hausherrin Nina Schmid und Moderator Dorian Steidl - er führte heuer erstmals durch die Ballnacht - schafften es einmal mehr, die Ballbesucher eine Nacht lang zu verzaubern.

Schwungvolle Eröffnung

Der Platz vor der Oper war hell erleuchtet, die prunkvollen Räume wurden mit tausenden Blüten geschmückt, und kurz nach 22.00 Uhr wurde der Ball mit einer schwungvollen, aber doch klassischen Polonaise in Schwarz-Weiß und den Worten „Alles Tanz!“ eröffnet.

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Viel Politprominenz

Frack neben Smoking, Robe an Abendkleid: Der Rummel gehörte auch bei der 18. Ausgabe der Redoute dazu, als viel Prominenz über die Feststiege strömte: Die Politikerriege führten diesmal Außenminister Sebastian Kurz (ÖVP) und die Präsidentschaftskandidaten Andreas Khol (ÖVP), Rudolf Hundstorfer (SPÖ) und Irmgard Griss an.

Sendungshinweis:

„Steiermark heute“, 31.1.2016

Khol, der sich als „abgebrühten Ballbesucher“ bezeichnete, meinte: „Ich dachte, die Zeit der Bälle ist bei mir schon vorbei. In Graz war ich aber nie. Dann fragte mich der Hermann (Landeshauptmann Hermann Schützenhörer (ÖVP), Anm.), ob ich nicht kommen will. Kurzerhand habe ich den Villacher Fasching dafür sausen lassen.“ Er sei hingerissen vom Bau und der Atmosphäre in der Oper, außerdem spüre er in Graz nicht dieses „Adabei wie in Wien“. Zeitgleich traf auch Hundstorfer ein und kündigte für die anstehenden Tänze an: „Ich bemühe mich, das einigermaßen korrekt zu machen.“

Gespräche, Walzer und ein wenig Schunkeln

Schützenhöfer, der erstmals als Landeshauptmann bei der Opernredoute war, sei immer gerne bei diesem „gesellschaftlichen Höhepunkt“: „Ich bin stolz, wie viele Leute aus der Industrie, der Wirtschaft, der Kunst und Kultur und dem gesellschaftlichen Leben da sind.“ Er wollte den Abend für „gute Gespräche mit den Konzern-Chefs“ nutzen, weil „beim Reden kommen die Leut zsam’“. Sein Stellvertreter Michael Schickhofer (SPÖ) kam mit seiner Frau Ulrike und wollte „ein paar schöne Walzer“ tanzen; außerdem verriet er, dass er schon im Jahr 2000 bei der Opernredoute war - damals als Debütant.

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Das war die 18. Grazer Opernredoute

ORF Steiermark-Reporterin Kathi Wenusch berichtet vom Grazer Ballhighlight des Jahres.

FPÖ-Chef Mario Kunasek war auf Einladung des Grazer Stadtrats Mario Eustacchio (FPÖ) mit einer „ganzen freiheitlichen Riege“ gekommen: „Ich bin aber kein sehr guter Tänzer. Das habe ich in meiner Jugend versäumt. Im Vorjahr hat mir meine Freundin zwar einen Tanzkurs geschenkt, aber wegen der Landtagswahl konnte ich den noch nicht besuchen.“ Für ein wenig Schunkeln sollte es aber reichen, meinten beide.

Neben Eustacchio war die Grazer Stadtspitze durch Bürgermeister Siegfried Nagl (ÖVP) und Vizebürgermeisterin Martina Schröck (SPÖ) in der Grazer Oper vertreten, dazu Ex-Minister Martin Bartenstein, die ehemaligen Ministerinnen Beatrix Karl und Ursula Plassnik oder auch ÖVP-Klubchef Reinhold Lopatka.

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Unternehmer und Macher

Aus der Wirtschaft waren - neben fast vollzähligen Vorstandsetagen diverser Banken und Firmen - wieder ÖBB-Chef Christian Kern und Designerin Lena Hoschek dabei, die Remus-Chefs Angelika und Otto Kresch sowie Energie-Steiermark-Vorstandssprecher Christian Purrer, aus Kultur und Medien „Jedermann“ Peter Simonischek, der Autor Franzobel und „Biogärtner“ Karl Ploberger; treue Gäste der Redoute sind auch „Mr. Ferrari“ Heribert Kasper, Jazz-Gatti, Rot-Kreuz-Präsident Gerald Schöpfer oder auch Willi Gabalier.

Aus der Welt des Sports kamen schließlich Sturm-Trainer Franco Foda und auch Kira Grünberg: Die ehemalige Stabhochspringerin war die jüngste Kulturbotschafterin für Monika Wogrollys „Living Culture“ - als solche trug die 22-Jährige das „Kleid der Kulturen“, das von Designer La Hong von Redoute zu Redoute umgeschneidert wird.

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