Von Graz nach Tokyo - mit dem Rad

Mit dem Fahrrad von Graz nach Tokio - dieses Ziel haben sich zwei junge Steirer gesetzt. Sie haben sich nun auf den 15.000 Kilometer langen Weg gemacht, und das, ohne vorher wirklich trainiert zu haben.

„Das klingt ein bisschen naiv, aber das haut schon hin", zeigt sich Fabio Trenn überzeugt: Der 22-Jährige will gemeinsam mit dem 19 Jahre alten Elias Lang mit dem Fahrrad nach Japan radeln. „Wir haben uns mental sehr stark darauf vorbereitet und natürlich auch ein bisschen Herz-Kreislauf-Training gemacht. Die meisten Strecken, die ich fahre, sind zur Uni und wieder zurück. Touren habe ich noch keine gemacht“, so Trenn.

Idee aus dem Fernsehen

„Es sind zirka 15.000 Kilometer bis Tokio. Wir nehmen uns ein Jahr Zeit, und wenn wir jeden Tag 50 Kilometer fahren, sind wir etwa im Dezember in Japan“, erklärt Elias Lang das Ziel: „Wir haben auf den Rädern vorne und hinten zwei Gepäckstaschen, wahrscheinlich jeder 40 bis 50 Kilogramm.“ Dazu gehören etwa auch Wasserbeutel, die nachgefüllt werden können.

Lang und Trenn bei Abfahrt
ORF
Lang und Trenn bei der Abfahrt in Graz am Sonntag

Die Idee für die sportliche Weltreise kam Fabio Trenn beim Fernsehen: „Ich habe vor einiger Zeit eine Doku von Zwillingen aus Berlin gesehen. Die sind mit dem Rad von Berlin nach Shanghai gefahren. Da habe ich gewusst, das muss ich auch einmal machen und sofort an den Elias gedacht.“

Von heißem bis zu eisigem Wetter

Eine mehrmonatige Tour bedeutet verschiedenste Länder, Untergründe und auch Wetterbedingungen, weiß der 22-Jährige: „Nach Russland geht es über Kasachstan, Usbekistan, Tadschikistan und Kirgisistan. Da ist es teilweise ziemlich gebirgig, auch in China. Wir müssen die Ausläufer des Himalaya überfahren. Wir sind auf ganz heiß bis ganz kalt eingestellt.“

Lang und Trenn bei Abfahrt
ORF

Reise wird mitgefilmt

Mit dabei haben die beiden Steirer eine gut gefüllte Reiseapotheke, in der es auch viel Salbe für wunde Hintern geben wird. Finanziell wollen die jungen Männer sparsam unterwegs sein, so Trenn: „Wir haben uns ein Budget von zehn Euro am Tag insgesamt gesetzt - also Hotels und Hostels werden nicht drinnen sein.“ Daher soll zumeist ein Zelt zum Einsatz kommen.

Sendungshinweis:

„Guten Morgen Steiermark“, 10.3.2019

Die Eltern haben die Pläne positiv aufgenommen, sagen Trenn und Lang, auch wenn es am Anfang eine schockierende Nachricht gewesen sei. Die Reise soll genau dokumentiert werden, so Lang: „Wir haben eine GoPro und eine Kamera dabei. Damit werden wir dann filmen.“ Und auch im Internet wollen die Steirer ihren Trip von Graz nach Tokio begleiten.

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