Glück und Genuss bei der Klangwolke 2018

Felix Austria ist heuer das Motto der styriarte, in deren Rahmen die Klangwolke stattgefunden hat. Glücklich waren auch alle Veranstalter. „Schubert in Stainz“ erklang auf Plätzen, in Gärten und sogar vor einem Kuhstall.

Das Konzert „Schubert in Stainz“ war einer der Höhepunkte der heurigen styriarte. Dirigiert von Andrés Orozco-Estrada erklang Franz Schuberts größte Messe, die As-Dur-Messe, im Originalklang seiner Zeit in der Pfarrkirche Stainz.

Von Landhaushof bis zum Bauernhof

An 30 Orten in der Steiermark vom Dachstein bis ins Weinland war die Klangwolke live zu erleben, darunter das Schloss Seggau, der Museumshof in Bad Radkersburg, der Grazer Landhaushof und ein Bauernhof in Dobl. Überall genossen die Besucher das Kulturereignis an einem meist lauen Sommerabend.

Spirituelles Ringen

Der Intendant der styriarte, Mathis Huber, hob die spirituelle Note des Konzerts hervor: „Das ist die schönste Messe von Franz Schubert, die As-Dur-Messe, eine Messe, die das Ringen des Komponisten um den Glauben, die Spirtualität, das Leben außerhalb unseres Alltags zeigt. Das ist eine Messe, die den Kampf eines Menschen zeigt.“

styriarte in Stainz
styriarte/Werner Kmetitsch

Der Geist von Nikolaus Harnoncourt

Er sei sehr froh, so Huber, „dass wir den spirtuellen Mittelpunkt der styriarte, die Pfarrkirche von Stainz, wieder ins Spiel gebracht haben, und dass wir an eine Tradition anschließen, in der der Geist von Nikolaus Harnoncourt noch lange nachwirken wird“.

In ganz Österreich und Europa

Auch via TV und Internet war die Klangwolke zu erleben, übertragen in der TVThek des ORF, in ORF III und auf 3sat. „Das ganze Land wurde wieder zum Konzertsaal. Der von Andrés Orozco-Estrada dirigierte styriarte-Höhepunkt wurde mit der Klangwolke zum uneingeschränkten Kulturereignis. Mit den Übertragungen in ORF III und Radio Steiermark konnten zehntausende Menschen die Aufführung von Franz Schuberts bedeutendster Messe miterleben. Wir stellten die Klangwolke, dieses Weltklasseereignis, den Steirern, den Österreichen und ganz Europa über 3sat zur Verfügung“, sagte ORF Steiermark-Direktor Gerhard Draxler.

Klangwolke 2018 im Landhaushof
ORF/Schöttl

Diözesanbischof Wilhelm Krautwaschl erlebte die Klangwolke im Innenhof von Schloss Seggau und sagte danach sichtbar berührt: „Es war eine Art Gottesdienst, möchte ich fast sagen. Im Freien zu sein, das war eine ganz andere Stimmung, die deutlich macht, wie wir uns auch verstehen dürfen als Menschen. Gott ist überall, und das ist eine Möglichkeit, ihn auch überall hinzubringen.“

„Etwas Besonderes auf der ganzen Welt“

„Die steirische Klangwolke ist eines der Highlights im steirischen Kultursommer. Das Besondere ist, dass viel mehr Menschen als normalerweise bei einem Konzert teilhaben können“, so voestalpine-Vorstandsdirektor Franz Kainersdorfer. „Die Klangwolke ist etwas Einzigartiges auf der ganzen Welt. Das ist ein steirisches Event, und die Pfarrkirche Stainz ist auch eine besondere Verbindung zu Nikolaus Harnoncourt“, sagte Grawe-Vorstandsdirektor Gernot Reiter.

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