Sein Campus ist das Wembley-Stadion

Nicht Jus, Medizin oder BWL - nein: Fußball studiert Thomas Freismuth seit vergangenem Herbst in London. Was den jungen Südoststeirer antreibt? Der Traum, später einmal Fußballmanager zu werden - und dafür gibt er alles.

Sendungshinweis:

„Steiermark heute, 30.5.2016“

Einmal im Leben das „heilige“ Wembley-Stadion zu betreten - von diesem Moment träumen Fußballbegeisterte weltweit - für Thomas Freismuth ist das Alltag: „Ich weiß jeden Tag, wenn ich aufstehe: Ich gehe ins zweitgrößte und wahrscheinlich bekannteste Fußballstadion der Welt - und ich werde dort interessante Leute treffen und genau das lernen, was mich interessiert.“

Fussball Wembley
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Thomas Freismuth vor seinem tagtäglichen Ausblick - dem Wembley-Stadion

Denn der Bad Gleichenberger studiert am „University College of Football Business“ - direkt im Wembley-Stadion: „Das ist ein Wirtschaftsstudium, das sich auf den Fußball spezialisiert. Das heißt, ich lerne Finance, Marketing, die rechtliche Seite des Fußballs...“, zählt Freismuth auf.

„Großer Wert auf Rhetorik- und Präsentation“

Das Vollzeit-Studium für Sport- und Fußball-Management dauert drei Jahre. Fast die Hälfte der Zeit besteht für die Studierenden Anzugpflicht, denn die Vortragenden sind hochrangige Experten aus aller Welt. So fliegt Marketingprofessor Deepak Trivedi etwa wöchentlich aus Miami ein: „Die Studierenden bilden sich fachlich und in ihrer Persönlichkeit weiter, innerhalb und außerhalb der Uni. Großer Wert liegt auf Rhetorik- und Präsentationstechniken, weil diese in diesem Geschäft sehr wichtig sind.“

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Professor Deepak Trivedi teilt seine Marketingkenntnisse mit den Studierenden

Fußball als Wirtschaftsfaktor

Über 1.000 Studierende sind ab nächstem Semester inskribiert, denn Fußball ist zu einem wichtigen Industriezweig geworden - und braucht ausgebildete Führungskräfte: „Fußball macht fünf Prozent des gesamten Bruttoinlandsproduktes der EU aus. 15 Millionen Menschen sind dank Fußball im Wirtschaftsraum beschäftigt“, weiß Uni-Mitbegründer Philip Wilson

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Thomas Freismuth im Wembley-Stadion. Der Steirer hat große Ziele.

Große Ziele

In diesem Mega-Geschäft will auch der 20-jährige Südoststeirer bald eine wichtige Rolle spielen: „Mein ganz großes Ziel wäre es, der erste österreichische Sportmanager beziehungsweise CEO in der Premiere League zu sein“, verrät Freismuth.

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