Frauen, die den Ton angeben

Neue Perspektiven in der Keramikkunst, aber auch in der Geschichte der Frau zu eröffnen, das ist das Ziel von vier steirischen Künstlerinnen: Ihre Ideen und Anregungen präsentieren sie derzeit im Grazer Atelier Schaumbad.

Ausstellungstipp:

Die Frau ist im Rahmen der Ausstellung „EXCLAYM“ im Atelier Schaumbad bis 17. März TON-angebend.

Die Frau im politischen, sozialen, historischen und gesellschaftlichen Kontext bildet den Schwerpunkt der Ausstellung „EXCLAYM“, „weil die Geschichte der Frau eine ganz eigene ist und aufgezeigt und dokumentiert und immer wieder angesprochen gehört“, betont Kuratorin Andrea Sadjak.

Alles fließt - auch die Keramik

Aufgezeigt wird diese wechselvolle Geschichte von vier steirischen Künstlerinnen. Das gemeinsame Ausdrucksmittel ist die Keramik in all ihren Facetten - und im Wechselspiel mit anderen Materialien.

Keramikkunst im Atelier Schaumbad
ORF

Künstlerin Barbara Schmid schildert: „In der Arbeit ‚Badende‘ habe ich drei kunstgeschichtliche Bilder mit Siebdruck aufgedruckt. Wenn die Sonne auf die Darstellung der drei Badenden scheint, beginnt sie zu fließen - sie gehen wirklich baden. Es entsteht Bewegung.“

Sendungshinweis:

„Steiermark heute“, 3.3.2019

Kunst aus der Küche

Maria Ledam, Barbara Schmid, Marina Stiegler und Andrea Sadjak spielen dabei unter anderem mit alt hergebrachten Klischees: So entstand eine Arbeit nicht im Atelier oder der Werkstatt, sondern in der Küche.

Keramikkunst im Atelier Schaumbad
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„Das ist eine One-Woman-Show. Das heißt, ich habe Geräte bearbeitet, geschnitzt, den flüssigen Ton auf dem Herd gekocht. Da gibt es Sequenzen wie ‚Der Schöpfer‘ - das ist normalerweise der männliche Schöpfer - und ich habe mich da selbst als ‚Die Schöpferin‘ in Szene gesetzt“, erklärt die Künstlerin Barbara Schmid.

Keramikkunst im Atelier Schaumbad
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In Szene gesetzt wird auch der Ton als Arbeitsfeld in Form einer Performance: „Mit der Performance zur Ausstellungseröffnung wollen wir eine Spur zur Geschichte der Frau legen und uns über die Bewegung unserer Körper in das Tonfeld einschreiben“, so Kuratorin Andrea Sadjak.

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