Simon Steffens mit Stab
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Der jüngste Stabführer Österreichs

Schon im jungen Alter hat Simon Steffens das Sagen über eine ganze Kapelle. Seine Verantwortung nimmt Österreichs jüngster Stabführer ernst – und ist damit mehr als erfolgreich.

Es war ein ganz großer Tag für Simon Steffens, als die Werkskapelle Bauer in diesem Sommer zur Bezirksmarschwertung in Voitsberg antrat: Für den 16-jährigen Steirer war es der allererste Auftritt als Österreichs jüngster Stabführer.

Simon Steffens vor der Kapelle
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„Ich habe das immer schon cool gefunden; vorne das Sagen zu haben, was gemacht wird“, so Simon Steffens. Doch er kennt seine Verantwortung: „Wenn ich einen Fehler mache, dann kann eigentlich sonst niemand etwas dafür. Dann muss ich das ausbaden.“

Von Generation zu Generation

Im Probenraum der Werkskapelle wird Simon Steffens Markenzeichen aufbewahrt, der Stab, der Österreichs jüngstem Stabführer quasi in die Wiege gelegt wurde: „Der Opa war Stabführer, mein Vater war Stabführer – natürlich musste ich auch Stabführer werden“, sagt Simon lachend.

Simon Steffens mit Stab
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Seit bald 50 Jahren spielt die Werkskapelle nun schon unter der Leitung der Familie Steffens, in der der Stab – und damit quasi das Zepter – von Generation zu Generation weitergegeben wurde.

Der Schalter für die Kapelle

„Ohne Stab geht es gar nicht. Er ist das Wichtigste – damit kann man die Kapelle dirigieren. Der Dirigent hat einen kleinen Stab, der Stabführer einen großen. Damit schaltet man im Prinzip die Kapelle ein und aus“, erklärt Martin Steffens, Stabführer und Vater von Simon.

Sendungshinweis:

"Steiermark heute; 27.7.2019

„Der Stab hat verschiedene Funktionen und Bedeutungen – je nachdem, welche Seite oben ist, heißt das immer etwas anderes. Wenn der Spitz oben ist, hat das immer etwas mit dem Gehen zu tun, bei der Kugel ist es immer etwas mit der Musik“, erklärt Simon.

Schon als Zweijähriger mittaktiert

„Als er zwei Jahre alt war, hat er bereits von mir einen selbstgemachten Stab bekommen und hat daneben mittaktiert“, so Gerhard Fuchsbichler, Stabführer und Großvater von Simon. Kein Wunder also, dass der junge Weststeirer gute Figur bei der Marschwertung samt seiner Kapelle gemacht hat. „Wir haben alle viel Vertrauen gehabt in unseren Simon, und es hat bestens funktioniert“, sagt Kapellmeister Matthias Bistan.

„Es reißen sich nicht allzu Viele darum. Es hat viel mit Verantwortung zu tun. In der Kapelle kann man sich etwas verstecken, aber da steht man vorne. Und der Simon macht das super“, lobt Franz-Peter Braun, der Obmann der Werkskapelle Bauer.