Der 31. Tuntenball ist heuer unter dem Motto „ACT!“ gestanden – und über 2.000 Paradiesvögel sind ihm gefolgt. Ob hetero oder homo – alle waren willkommen, und gemeinsam wurde die ganze Nacht gefeiert. Hier finden Sie die Bilder der Nacht!
16.02.2020 12.17
Einer der nunmehr größten Grazer Bälle begann einst mit einem „kleinen Faschingsgschnas“: Vor über drei Jahrzehnten feierten die ersten Tuntenballgäste noch in der Unimensa. Zum ersten Mal trafen sich Homosexuelle nicht „versteckt im Keller“, wie Joe Niedermayer, Organisator des Balles, formulierte, sondern in der Öffentlichkeit – was damals noch ein Skandal war.
Back to the roots
Skandal ist der Tuntenball mittlerweile längst keiner mehr, er ist aber auch weiterhin kein bisschen leise, und so führte das heurige Motto „ACT!“ zurück zu den Wurzeln der Community, ganz im Zeichen der Bewegungen, die sich seit Jahrzehnten für Gleichberechtigung und gegen Diskriminierung engagieren. „‚Act‘ ist auch eine Forderung und eine Idee, dass jeder Mensch das Recht haben soll, sein Leben nach seinen eigenen Wünschen gestalten zu dürfen“, sagte „Tuntenball-Mutti“ Miss Alexandrea Desmond bei der Eröffnung. Dafür setze sich der Tuntenball seit 31 Jahren ein und werde das auch in Zukunft tun.
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Die Gäste des Tuntenballs 2020Ballorganisator Joe Niedermayer (Tuntenball 2020)Die Gäste des Tuntenballs 2020Die Gäste des Tuntenballs 2020Die Gäste des Tuntenballs 2020Die Gäste des Tuntenballs 2020Die Gäste des Tuntenballs 2020Die Gäste des Tuntenballs 2020Die Gäste des Tuntenballs 2020Die Gäste des Tuntenballs 2020Die Gäste des Tuntenballs 2020Die Gäste des Tuntenballs 2020Die Gäste des Tuntenballs 2020Die Gäste des Tuntenballs 2020Auch Dragqueen Gloria Hole besuchte den Tuntenball 2020Die Gäste des Tuntenballs 2020Die Gäste des Tuntenballs 2020Die Gäste des Tuntenballs 2020Die Gäste des Tuntenballs 2020Die Gäste des Tuntenballs 2020Die Gäste des Tuntenballs 2020Die Gäste des Tuntenballs 2020Auch Ludwig van Beethoven wurde verkleidetDie Gäste des Tuntenballs 2020Die Gäste des Tuntenballs 2020Die Gäste des Tuntenballs 2020Impressionen vom Tuntenball 2020Die Gäste des Tuntenballs 2020Die Gäste des Tuntenballs 2020Die Gäste des Tuntenballs 2020Die Gäste des Tuntenballs 2020Die Gäste des Tuntenballs 2020Die Gäste des Tuntenballs 2020Die Gäste des Tuntenballs 2020Die Gäste des Tuntenballs 2020Die Gäste des Tuntenballs 2020Die Gäste des Tuntenballs 2020Die Gäste des Tuntenballs 2020Die Gäste des Tuntenballs 2020Die Gäste des Tuntenballs 2020Star-Friseur Dieter Ferschinger tanzte ebenfalls anDie Gäste des Tuntenballs 2020Die Gäste des Tuntenballs 2020Die Gäste des Tuntenballs 2020Die Gäste des Tuntenballs 2020Die Gäste des Tuntenballs 2020Die Gäste des Tuntenballs 2020Die Gäste des Tuntenballs 2020Die Gäste des Tuntenballs 2020Die Gäste des Tuntenballs 2020Die Gäste des Tuntenballs 2020Die Gäste des Tuntenballs 2020
Tuntenball-Award für Fußballprojekt
Der Tuntenball Award, die sogenannte Goldene Panthera, wurde in diesem Jahr an Oliver Egger, den Initiator des Vereins „Fußball für Alle“, verliehen. Egger ist selbst Spieler des FC Gratkorn und hat sich mit seinem Projekt zum Ziel gesetzt, gegen jede Art von homophober Diskriminierung anzukämpfen.
Sendungshinweis:
„Steiermark heute“, 16.2.2020
„Fußball für Alle“ ist eine unabhängige Ombuds- und Anlaufstelle für LGBTIQ-Personen, die Diskriminierung aufgrund ihrer Sexualität erfahren haben, für Trainer, Spieler und andere betroffene Personen, die dann bei „Fußball für Alle“ Beratung und Hilfe erhalten. Das Projekt wurde gemeinsam mit ÖFB und Bundesliga entwickelt, die damit ebenfalls ein Zeichen gegen Diskriminierung im heimischen Fußball setzen möchten. Die Goldene Panthera wird jedes Jahr an Menschen vergeben, die sich in herausragender Weise für die Homo-, Bi-, Trans- und Inter-Community engagieren.
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„Ball-Mutti“ Miss Alexandra DesmondJoe Niedermayer eröffnet „seinen“ TuntenballDie Goldene Panthera ging an Oliver Egger vom Verein „Fußball für Alle“ und an Ingo Mach vom ÖFBDie Eröffnungsreden wurden auch in Gebärdensprache übersetztDie Eröffnung des Tuntenballs 2020„Für dich soll’s rote Rosen regnen“Die Eröffnung des Tuntenballs 2020ShiShal begeisterte das Publikum mit ihrer spektakulären FeuershowDie Eröffnung des Tuntenballs 2020Die Eröffnung des Tuntenballs 2020Miss Alexandra Desmond und ihr „Kuschelhaufen“„Ich wollte immer schon einmal im Sitzen anfangen zu moderieren“, so DesmondDie Eröffnung des Tuntenballs 2020Die schwedische Popband Alcazar trat mit ihrem Hit „Crying at the Discoteque“ aufDie Eröffnung des Tuntenballs 2020Alcazar heizte den Ballbesuchern einDie Eröffnung des Tuntenballs 2020Die Eröffnung des Tuntenballs 2020Die Eröffnung des Tuntenballs 2020
„Seid mutig, celebrate diversity and take action“, rief Niedermayer den rund 2.500 Gästen bei der Eröffnung zu. Begleitet wurde die Balleröffnung von einer fulminanten Feuershow und dem bereits traditionellen Gesangsauftritt von Miss Alexandra Desmond. Sie intonierte das Hildegard-Knef-Lied „Für dich soll’s rote Rosen regnen“ – passend dazu fielen rote Papierherzen von der Decke.
Kein Platz für Berührungsängste
So wurde auch beim diesjährigen Tuntenball wieder jeder zum Star – zum Tuntenball gehört ja auch schon seit jeher das Motto „keine VIPs“. Dabei boten die aufwendigen, oft in mühevollster Kleinarbeit gestalteten Kostüme des Öfteren so manch tiefen Einblick – und während es jede Menge Platz für Kreativität, Komplimente und Spaß gab, war Intoleranz bereits im Vorfeld ausgeladen worden. Der Ball bot viel Platz für Farben, schräge Vögel, Prinzessinnen und Piloten, blumige Erscheinungen und aufgetürmte Frisuren. Berührungsängste waren dagegen einmal mehr fehl am Platz.
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Ex-Lifeball-Organisator Gery Keszler beehrte den TuntenballDie Gäste des Tuntenballs 2020Erika Empire, Miss Tuntenball 2017Die Gäste des Tuntenballs 2020Die Gäste des Tuntenballs 2020Die Gäste des Tuntenballs 2020Die Gäste des Tuntenballs 2020Die Gäste des Tuntenballs 2020Die Gäste des Tuntenballs 2020Die Gäste des Tuntenballs 2020Die Gäste des Tuntenballs 2020Die Gäste des Tuntenballs 2020Die Band Granada sorgte für gute Stimmung im KammermusiksaalDie Gäste des Tuntenballs 2020Impressionen vom Tuntenball 2020Die Gäste des Tuntenballs 2020Die Gäste des Tuntenballs 2020Getanzt wurde bis in die frühen MorgenstundenDie Gäste des Tuntenballs 2020Impressionen vom Tuntenball 2020Impressionen vom Tuntenball 2020Samantha Gold nahm an der TV-Show „Queen of Drags“ von Heidi Klum teilDie Gäste des Tuntenballs 2020Impressionen vom Tuntenball 2020Impressionen vom Tuntenball 2020Die Gäste des Tuntenballs 2020Die Gäste des Tuntenballs 2020Die Gäste des Tuntenballs 2020Impressionen vom Tuntenball 2020Impressionen vom Tuntenball 2020Impressionen vom Tuntenball 2020Impressionen vom Tuntenball 2020Eine kleine Stärkung für hungrige BallgästeImpressionen vom Tuntenball 2020Impressionen vom Tuntenball 2020Die Gäste des Tuntenballs 2020Die Gäste des Tuntenballs 2020Impressionen vom Tuntenball 2020Die Gäste des Tuntenballs 2020Die Gäste des Tuntenballs 2020Die Gäste des Tuntenballs 2020Die Gäste des Tuntenballs 2020Die Gäste des Tuntenballs 2020Samantha Gold bei ihrem AuftrittImpressionen vom Tuntenball 2020Die Gäste des Tuntenballs 2020Impressionen vom Tuntenball 2020Die Gäste des Tuntenballs 2020Impressionen vom Tuntenball 2020Die Gäste des Tuntenballs 2020Impressionen vom Tuntenball 2020Vanessa Community, die Miss Tuntenball 2019Die Gäste des Tuntenballs 2020Impressionen vom Tuntenball 2020Die Gäste des Tuntenballs 2020
Erstmals Miss und Mister Tuntenball
Auch nach über 30 Jahren ist der Tuntenball für Überraschungen gut – in diesem Fall sogar für zwei. Nicht nur Eric big Clit feierte als erster Mister Tuntenball Premiere. Die Jurorinnen und Juroren Friseur Dieter Ferschinger, Dragqueen Samantha Gold und die amtierende Miss Tuntenball Vanessa Community wählten ob ihrer Entscheidungsschwierigkeiten Dragqueen Freya van Kant zur Miss Tuntenball. Damit gibt es nun erstmals ein Tuntenball-Pärchen.
Die begehrte Trophäe wurde von Carina Loidhammer, Schülerin der HTBLA Hallstatt, designt. Die Skulptur spiegelt zwei verschiedene Welten wider: „Auf der einen Seite ist das Design dezent, geordnet und strukturiert – wie die Rolle, die wir täglich in unserem Alltag einnehmen. Auf der anderen Seite ist sie bunt, ausgeflippt und schrill – die Rolle, die wir an einem ausgelassenen Ballabend spielen wollen und dürfen.“
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In der Mitte Miss Tuntenball 2020 Freya van Kant und der Mister Tuntenball 2020 Eric big ClitDer spätere Mister Tuntenball bei seiner FinalperformanceDas Finale zur Miss- bzw. Mister-Tuntenball-WahlDas Finale zur Miss- bzw. Mister-Tuntenball-WahlDas Finale zur Miss- bzw. Mister-Tuntenball-WahlDie gestrenge Jury aus Samantha Gold, Dieter Ferschinger und Vanessa CommunityLexi Labor bei ihrem FinalauftrittAdelheid Sauschädel widmete ihren Auftritt auch dem AlterDas Finale zur Miss- bzw. Mister-Tuntenball-WahlDas Finale zur Miss- bzw. Mister-Tuntenball-WahlDie spätere Miss Tuntenball Freya van KantDas Finale zur Miss- bzw. Mister-Tuntenball-WahlDas Finale zur Miss- bzw. Mister-Tuntenball-WahlDie Jury bei der PunktevergabeDragqueen Samantha GoldDie Mitternachtsshow am Tuntenball 2020Die Mitternachtsshow am Tuntenball 2020 Die Mitternachtsshow am Tuntenball 2020Lukas Hasler an der OrgelBurlesquetänzerin ShiShal bei ihrer MitternachtsshowDie Mitternachtsshow am Tuntenball 2020Die Mitternachtsshow am Tuntenball 2020Die Mitternachtsshow am Tuntenball 2020Die Mitternachtsshow am Tuntenball 2020Die Mitternachtsshow am Tuntenball 2020Nach der Mitternachtseinlage wurde Walzer getanzt
Für ein weiteres Highlight zeichnete der obersteirische Musiker Lukas Hasler verantwortlich. Er rockte den Stefaniensaal, einen Konzertsaal mit bestechender Akustik, auf der Orgel. Für ein feucht-fröhliches Ende sorgte die Burlesque-Tänzerin ShiShal, die ein Bad in einem überdimensionalen Champagnerglas nahm.
Reinerlös für den guten Zweck
Der Ball war auch heuer wieder ein voller Erfolg, was nicht nur an der Organisation, sondern auch an den bunten und gut gelaunten Gästen lag. So wurde auch in diesem Jahr wieder bis in die Morgenstunden miteinander gefeiert – und das für den guten Zweck: Der Reinerlös des Balls geht an die zahlreichen Projekte der RosaLila PantherInnen – Geld, das auch weiterhin das Abhalten von Aufklärungsworkshops und die Unterstützung von Beratungseinrichtungen ermöglichen wird.
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