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„Startklar“ nach CoV

In ihrem neuen Buch setzt sich die Ärztin und Psychotherapeutin Martina Leibovici-Mühlberger mit der Welt nach Covid-19 auseinander – und dabei will sie ihre Leser dafür „startklar“ machen.

Die Normalität von früher gibt es nicht mehr, schreibt Martina Leibovici-Mühlberger – das sei allein an den Einschränkungen im täglichen Leben spür- und sehbar, und vor allem werden uns viele der Maßnahmen wie Abstand halten oder Maskentragen oder auch Reiseeinschränkungen ja noch länger begleiten.

Sendungshinweis:

„Guten Morgen, Steiermark“, 1.5.2020

Gefahren und Chancen

Diese Krise sei zudem auch selbst mitverschuldet – nämlich durch das Streben nach grenzenlosem Wachstum: Das ist eine der Thesen in diesem Buch. Aber wie so vieles im Leben birgt auch die Corona-Pandemie Gefahren und Chancen. Die Autorin fordert einen radikalen Kurswechsel: „Eine Welt nach Covid-19 könnte eine Welt sein, die Covid-19 als einen ersten – ich nenn’ es so – Inkassoboten der Rechnung unseres zivilisatorischen Tuns verinnerlicht und daraus neue Haltungen und neue Lösungsansätze sucht, um dieser allgegenwärtigen Bedrohung einer neuen Pandemie besser begegnen zu können.“

„Startklar“-Cover
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Ignorieren können wir diesen Einschnitt nicht mehr, ist sie überzeugt – wir können nur das Beste daraus machen, indem wir nicht mehr und nicht weniger tun, als uns auf unser wahres – nämlich auf unser soziales Wesen zu besinnen.

Lebensnahes Beispiel

Leibovici-Mühlberger nennt ein sehr lebensnahes Beispiel: „Die Pädagogen waren doch die meist gehasste Berufsgruppe, und jetzt haben wir erlebt, dass Schule und Lehre ans Elternhaus rückreklamiert worden sind. Viele Eltern sind verzweifelt, wie sollen sie Kindern das beibringen, sie müssen auf einmal Lehrer sein, das ist so viel, das ist so schwer, und ich denke mir, hier hat man jetzt die Möglichkeit gehabt, am eigenen Leib zu erfahren, wie schwierig, wie komplex das Berufsbild des Pädagogen eigentlich ist.“