Gerd Steinbäcker
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„Kultur-Balkon“

Gert Steinbäcker und die „Steiermark“-Hymne

Der Song „Steiermark“ von Gert Steinbäcker vermittelt vielen Steirern das Gefühl von Zusammenhalt. Das hat sich auch während des „Shut-downs“ gezeigt, den Steinbäcker selbst als eher beengend empfunden hat.

Der ehemalige STS-Sänger und nach wie vor aktive Songwriter Gert Steinbäcker wurde in der Coronavirus-Krise unfreiwillig zum Urheber einer Hymne: Sein Song „Steiermark“ war es nämlich, der zu Beginn der Ausgangsbeschränkungen tagelang um die selbe Uhrzeit aus den Streifenwagen der steirischen Polizei zu hören war – diese wollte sich damit bei der Bevölkerung für die Mithilfe bei der Eindämmung des Coronavirus bedanken – mehr dazu auch in Die Polizei sagt Danke – mit „Steiermark“ (22.3.2020).

Sendungshinweis:

„Steiermark heute“, 3.5.2020

„Steiermark“ als Hymne ist „eine Ehre“

Es war ein starkes Symbol für das Miteinander zu Beginn der Coronavirus-Krise, das zugleich die Bedeutung und Wirkung dieses Liedes von Gert Steinbäcker zeigte, wenn gleich der Musiker selbst nicht damit gerechnet hatte: „Es ist mir natürlich eine Ehre, wenn so ein Song sich zu so etwas entwickelt, weil geschrieben wurde er eigentlich nicht für den Zweck. Aber er wurde ja auch nicht geschrieben, um bei Sturm Graz die Siegeshymne zu sein. Also was dieses Lied an Entwicklung hinter sich hat, ist wirklich hoch interessant.“

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„Ich bin ein extrem freiheitsliebender Mensch“

Die Ausgangsbeschränkungen selbst hat Steinbäcker allerdings als eher belastend empfunden: „Ich bin ein extrem freiheitsliebender Mensch, und daher ist das für mich nicht unbedingt etwas, dem ich was abgewinnen kann.“ Am meisten vermisste habe er, „die Leute, die man umarmen möchte, nicht umarmen zu können“.

Der „Kultur-Balkon“ mit Gert Steinbäcker

Der Song „Steiermark“ von Gert Steinbäcker vermittelt vielen Steirern das Gefühl von Zusammenhalt. Das hat sich auch während des „Shut-downs“ gezeigt, den Steinbäcker selbst als eher beengend empfunden hat.

Umso mehr nutzte er die Zeit, um viel Musik zu hören, so Steinbäcker, was er sonst nicht in diesem Ausmaß mache, für neue Texte sei Graz aber der falsche Ort, verrät er: „Um Texte zu machen, muss ich nach Griechenland gehen.“

„Langsam kehren wir zur Normalität zurück“

Mit der nun langsamen Rückkehr zum Alltag gehe allerdings auch wieder der Blick fürs Besondere ein wenig verloren, so der Musiker: „Am Anfang war die Bereitschaft, jemand wahrzunehmen, eine sehr große, langsam vergeht es wieder, langsam kehren wir wieder zur Normalität zurück.“

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Auf bestimmte „Gewohnheiten“ allerdings freut sich Gert Steinbäcker schon wieder: „Ich würde gerne einmal am Abend wieder einmal ein paar Bier trinken gehen mit Freunden – ob das geht oder nicht, das wird sich weisen – ist ja noch ein Zeiterl hin, bis die Wirte aufsperren können.“