Gemüse
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Gesundheit

„G’miasige“ Rezepte für Zuhause

Durch den Trend zum Homeoffice wird zu Hause wieder mehr gekocht. Damit dabei mehr gesundes Gemüse zum Einsatz kommt, gibts jetzt praktische Kochtipps und „g’miasige Rezepte“ zum Download.

Schnell soll es gehen, wenn zwischen Videokonferenz, Hausaufgaben und dem Spielwunsch der Kleinsten auch noch der Hunger zuschlägt. Das Essen, das dann auf den Tisch kommt, sollte dann auch noch möglichst gesund sein – ist es aber oft nicht. Vor allem Gemüse bleibt weitgehend auf der Strecke: So steht nur noch bei einem Drittel der Jugendlichen und bei rund der Hälfte aller Erwachsenen täglich Gemüse auf dem Speiseplan.

Ordnung ist das halbe Essen

Der Gesundheitsfonds Steiermark hat daher die Kampagne „Sei amol g’miasig“ ins Leben gerufen und gibt damit praktische Kochtipps für zu Hause. Um zeitsparend frisch zu kochen, hilft etwa schon Ordnung in der Küche – dann findet man alles rascher und kann sich ans Werk machen.

Käferbohnen
BMNT/Erhard Höbaus
Steirische Käferbohnen dürfen auch aus der Konserve gegessen werden.

Wenn es um Gemüse geht, hilft auch der Mut zur Ungenauigkeit, sagt Martina Karla Steiner, Ernährungsexpertin beim Gesundheitsfonds Steiermark: „Man sollte sich überlegen, ob man Gemüse jetzt wirklich ganz sauber putzen muss – es reicht beim meisten Gemüse, wenn man es gut wäscht, weil Gemüse schälen, das kostet Zeit und auch Nährstoffe. Man sollte sich auch überlegen, wie klein man Gemüse schneiden muss. Wenn man hinterher püriert zum Beispiel, braucht man nur ganz grobe Stücke schneiden.“

Auch Tiefkühlgemüse ist erlaubt

Wenn es noch schneller gehen muss, darf es auch Tiefkühlgemüse sein oder sogar Gemüse aus der Dose, so die Expertin: „Es gibt wunderbare steirische Käferbohnen aus der Konserve, aus denen kann man dann auch einen guten Salat machen. Also auch mit Konservengemüse kann man eine gute, nährstoffreiche Mahlzeit zubereiten. Wichtig ist aber, dass Konservengemüse kein genereller Ersatz für frische Lebensmittel sein sollte, sondern wirklich nur eine Ergänzung.“

Sendungshinweis:

„Der Tag in der Steiermark“, 14.5.2020

Polenta und Zartweizen als Nudelalternative

Viele denken beim schnellen Kochen sofort an Nudelgerichte, aber auch hier gibt es Alternativen: „Es gibt so etwas wie einen Ein-Minuten-Polenta oder einen Zartweizen, der ist auch sehr schnell zum Kochen, oder Parboiled Reis, der braucht die Hälfte der Zeit im Vergleich zum normalen Reis in der Zubereitung.“

Man kann natürlich auch am Abend vorkochen, dann ist man zu Mittag schneller fertig: „Wichtig ist, dass, wenn man vorkocht am Abend, dass man die Speisen nicht lange warm hält, sondern so schnell wie möglich abkühlt und im Kühlschrank lagert. Was nicht so eine gute Idee ist, alles in der Früh vorzuschneiden und dann erst zu Mittag zubereiten – hier kommt es zu einem erhöhten Vitaminverlust, und austretende Pflanzensäfte bieten ein gutes Nährsubstrat für Bakterien.“

Gemüse, Obst, Kräuter, Diät
APA/HANS PUNZ

Gesundes Essen auch in Stresssituationen

Wichtig sei es auch in Stresssituationen, viel und ausgewogen zu essen, betont Steiner. Als Beispiele für Stressnahrung nennt sie etwa Nüsse, Vollkornprodukte, Hülsenfrüchte – Erbsen, Bohnen oder Sonnenblumenkerne. Das derzeitige Lieblingsgericht der Ernährungsexpertin ist ein rasches Gericht mit frischen saisonalen Zutaten: gegrillter grüner Spargel mit Ein-Minuten-Polenta. Weitere gesunde Kochtipps für zu Hause gibt der Gesundheitsfonds Steiermark auch im Internet auf seiner Website und auf Instagram.