Biergläser
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„Daheim is’ fein“

Vom Quereinsteiger zur ersten Braumeisterin

Die Handbrauerei Forstner in Kalsdorf ist fest in Frauenhand. Die Besitzerin ist zwar erst seit sechs Jahren im Geschäft, wurde jedoch im Vorjahr als erste Frau zur Braumeisterin des Jahres gekürt.

Es war ein persönlicher Schicksalsschlag, der Elfi Forstner zur Braumeisterin gemacht hat. Denn ursprünglich war es ihr Ehemann, der vor 20 Jahren mit dem Bierbrauen begonnen hat und darin seine Leidenschaft fand: „2014 ist er leider verstorben und ich habe dann gesagt: Probieren wir, ein Jahr zu brauen. Wissen habe ich nicht wirklich viel gehabt.“

Sendungshinweis:

„Sommerzeit“, 18.8.2020

Zur Braumeisterin des Jahres gekürt

Seit mittlerweile sechs Jahren hat Elfi Forstner die Handbrauerei in Kalsdorf fest im Griff und braut selbst. Im Vorjahr ist sie von Gault Millau Österreich sogar zur Braumeisterin des Jahres gekürt worden: „Ich habe diese Auszeichnung dafür bekommen, dass die Qualität diese vielen Jahre schon besteht. Diese Auszeichnung ist für mich schon sehr wichtig, weil ich den Beweis dafür habe, dass eben ohne Vorkenntnisse du genauso gut hygienisch arbeiten kannst.“

Forstner Handbrauerei
ORF
ORF-Heimatsommer-Reporter Christian Prates mit Braumeisterin Elfi Forstner

13 Biersorten im Standard-Programm

In Kalsdorf wird aber nicht nur Bier gebraut, sondern auch die dazugehörige Kultur gepflegt. Und so ist es Elfi Forstner wichtig, dass sich die Bier-Kundschaft auch sonst wohlfühlt: „Wenn die Kunden reinkommen und ein Bier wollen, sind sie oft erstaunt über diese Blumenvielfalt – über die Biervielfalt sowieso; denn bei uns gibt es 13 verschiedene Biere, nicht filtiert und nicht pasteurisiert.“

Das einzig wahre Rezept für Bier gebe es laut Forstner aber nicht, das Schöne sei vielmehr die Vielfalt, so die Braumeisterin: „Ob man Gewürze, Kräuter dazu gibt, ob es hell oder dunkel ist, ob es viel Alkohol hat oder wenig – es ist Bier.“

Bier auch außerhalb der Öffnungszeiten

Geöffnet hat die Handbrauerei in Kalsdorf Mittwoch bis Freitag von 17.00 bis 23.00 Uhr. Seit dem Lockdown im Zuge der Coronavirus-Pandemie gibt es außerdem auch einen Ab-Hof-Verkauf aus dem Kühlschrank. Die Brauerei-Chefin erklärt, wie das funktioniert: „Bier rausnehmen, Geld in die Kassa geben, hinsetzen und einfach genießen“ – und zwar egal, zu welcher Uhrzeit, denn Elfi Forstner hält es mit folgenden Worten: „Bier geht immer“.