Leutschacher Sauvignon Käse
Volkmar Pötsch
Volkmar Pötsch
Kulinarium

Ein Käse zum Dahinschmelzen

Die Südsteirische Weinstraße ist nicht nur landschaftlich eine Augenweide, sondern auch ein kulinarisches Erlebnis. Passend zum Wein tüftelt man derzeit auch an einer spannenden neuen Käsesorte – dem Leutschacher Sauvignonkäse.

Sendungshinweis:

„Guten Morgen Steiermark“, 25.8.2020

Die Südsteiermark besticht einmal durch die Weinstraße, ist aber auch das größte Hopfenanbaugebiet Österreichs. Speziell im nahenden Herbst schmeckt die Südsteiermark nach Maroni mit Sturm – das ganze Jahr über kann man sich durch die überaus zahlreichen Buschenschenken kosten. Zu einer echten Buschenschankjause gehört logischerweise auch Käse.

Genau den möchte man in Zukunft in Leutschach selber machen: „Das ist ein Heumilchkäse aus dem Almenland, der mit einem ganz speziellen Sauvignon Cuvée aus Steiermarks größter Weinbaugemeinde Tag für Tag affiniert wird“, erzählt Volkmar Pötsch, einer der geistigen Väter des Leutschacher Sauvignonkäses.

„Cuvée aus Steiermarks größter Weinbaugemeinde“

Um es zu präzisieren: 37 Winzer aus Leutschach haben ihre Sauvignons zusammengeschüttet – um es banal zu sagen – und mit diesem noch nie dagewesenen Cuvée werden nun Käselaibe, die im berühmten Silberstollen von Arzberg vor sich in reifen, regelmäßig eingerieben: „Wir in Leutschach haben oft die weltbesten Sauvignons und deshalb haben wir uns einen der weltbesten Käse Affineure gesucht und eine sehr gute Verbindung hergestellt“, ist Pötsch stolz.

Leutschacher Sauvignon Käse
Volkmar Pötsch
37 Winzer haben ihre edelsten Tropfen für den Leutschacher Sauvignonkäse zusammengemischt, der jetzt im Arzberger Käsestollen bei konstanten zehn Grad heranreift

Franz Möstl heißt übrigens der Käsemacher, in den auch der Leutschacher Sauvignon-Winzer Herbert Germuth große Hoffnung setzt: „Der Arzberger Stollenkäse hat schon viele Prämierungen gewonnen, ist schon Weltmeister geworden und vielleicht ist der Leutschacher Sauvignon Käse da auch einmal dabei.“

Dafür zieht man alle Register: „Es reift ja nicht nur der Käse, sondern auch der Leutschacher Sauvignon im Stollen“, so Germuth. Heißt: Tief drin im Silberbergwerk steht auch ein Fass mit dem Sauvignon Cuvée: „Wir sind selbst gespannt, wie sich der Sauvignon im Barriquefass in diesem Stollen entwickeln wird.“

Vertrauen ist gut, Kontrolle ist besser

Für Käse und Wein gleichermaßen gilt: Man muss Geduld haben, betont der Leuschacher Bürgermeister Erich Plasch: „Wir rechnen mit einer Reifezeit von sechs bis sieben Monaten und hoffen, dass wir den Käse zu Weihnachten verkaufen können.“

Den Käse wird es in allen Leutschacher Gastronomiebetrieben und natürlich auch in den Buschenschenken geben. Die Gäste können ihn aber auch mit nach Hause nehmen. Und damit bei dem ehrgeizigen Käseprojekt ja nichts schief geht, gilt das Motto: Vertrauen ist gut, Kontrolle ist besser – regelmäßig soll der Käse im Stollen verkostet werden.