Stück „Flüstern in stehenden Zügen“
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Kultur

Einsam und allein in der eigenen Wohnung

Auch wenn die Theater CoV-bedingt weiterhin zu bleiben müssen, wird im Grazer Schauspielhaus eifrig geprobt – etwa „Flüstern in stehenden Zügen“ von Clemens Setz, das auf skurrile Art die Themen Einsamkeit und Isolation aufgreift.

C. ist einsam: Allein sitzt er in seiner Wohnung und ruft die Hotlines aus Spam-Mails an – in der Hoffnung, mit den Telefon-Betrügern in ein Gespräch zu kommen. Es ist ein skurriles Stück über Einsamkeit und Isolation, mit dem Clemens Setz ein Gefühl vorweggenommen hat, das wohl viele aus dem Lockdown kennen.

Sendungshinweis:

„Steiermark heute“, 5.2.2021

Ein Stück, dass sich mit den Fragen, „was bedeutet Begegnung? Was passiert mit einem Menschen, wenn er ganz lang einsam in seiner Wohnung sitzt und mit niemandem reden kann? Was passiert, wenn man nicht gesehen wird?“, auseinandersetzt, erklärt Regisseurin Anja Michaela Wohlfahrt.

„Parallelen mit unserer Gegenwart“

Das Stück erzählt aber auch über unsere zunehmende Unsicherheit im realen Umgang mit anderen, sagt Schauspieler Raphael Muff: „Es ist ja jetzt schon, wenn man jemanden trifft: Man weiß nicht, wie man sich verhält. Ich finde, es hat schon Parallelen mit unserer Gegenwart, weil man das auch ein bisschen stückweise verlernt.“

„Ich glaube, viele von uns werden sich wiedererkennen, und das führt natürlich zu einer ganz skurrilen Komik, und das ist wahnsinnig lustig, und das hilft uns gleichzeitig. Zu Lachen ist immer was Gutes“, so Wohlfahrt.