Ehemalige Tabakfabrik Fürstenfeld
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Fürstenfelder Tabakfabrik ins Heute geholt

Das „Schloss am Stein“ in Fürstenfeld war eine der ersten Tabakfabriken der Welt. Mitte des vorigen Jahrhunderts war Schluss. Aber ein steirischer Architekt weckte die Fabrik aus dem Dornröschenschlaf und machte aus ihr einen neuen Stadtteil.

In Ungarn und in den Ländereien um Fürstenfeld wurde Ende des 17. Jahrhunderts Tabak angebaut, der im „Schloss am Stein“ in Fürstenfeld verarbeitet wurde. Bis in die 1950er-Jahre war die Fabrik der wichtigste Arbeitgeber der Stadt.

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Große Neugierde

Zugänglich einst nur für Mitarbeiter, war die Tabakfabrik immer und für viele ein Ort, der vor allem Neugier weckte – auch bei Architekt Friedrich Ohnewein: „Im Teil des ehemaligen Hauptgebäudes gab es auch eine überdachte Fabrikshalle. Das war der letzte große Erweiterungsbau der Austria Tabak-Werke“, so der Architekt und Eigentümer.

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Wohnen und Therapie

Seit zwei Jahren nun erstrahlen das Areal und der geschichtsträchtige Komplex der ehemaligen Tabakfabrik im neuen Glanz: Im ehemaligen Hauptgebäude der Tabakfabrik ist heute im Erdgeschoß ein Ärzte- und Therapiezentrum untergebracht; drei weitere Therapeuten oder Ärzte können bald schon einziehen.

Sendungshinweis:

„Steiermark heute“, 21.6.2021

In den oberen Stockwerken und in den beiden Nebengebäuden befinden sich Wohnungen. Immer wieder spürt man die einstige Architektur: So wurden in die Arkadengestaltung alte Sandsteinquader integriert, in den Stiegenhäusern erinnern alte erhaltene Gusseisensäulen oder Schmiedeeisenarbeiten an längst vergangene Tabakfabrikstage.

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Spürbare Geschichte

Kleine, feine Zitate wie auch große schwere – wie etwa eine alte Eisentür: Sie führt heute in das Dachgeschoß zu den Lofts, wo im sanierten Dachstuhl alte Handwerkskunst genauso erhalten blieb wie im Außenbereich ein historischer Brückenbau von 1900. „Das Schöne an einer alten Anlage ist, dass man den Bezug zur Geschichte spürt und das wieder erleben kann, was da früher einmal stattgefunden hat. Dass man mitten im Ortszentrum den Gebäuden wieder neues Leben einhauchen kann“, so Ohnewein.