Kathi küsst eine Kuh
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Tiere

Auf „Du und Du“ mit der Kuh

Auf „Du und Du“ mit der Kuh – das ist das Motto einer Oststeirerin, die Kühe vor dem Schlachthof rettet und ihnen auf ihrem Hof ein Zuhause gibt. Elf Tiere hat sie derzeit. Interessierte können Paten ihrer Kühe werden.

Zur Milchproduktion oder als Fleisch auf dem Teller: Für viele Rinder ist der Weg vorgegeben. Nicht so für jene Tiere, die bei Kathi Steindl auf dem Hof leben: Die Tiertherapeutin rettet Rinder vor dem Schlachthof, und in Reichendorf bei Pischelsdorf dürfen sie ein schönes Leben genießen.

Kühe sind sozial, lustig und neugierig

Begonnen hat das Engagement von Kathi Steindl mit Grauvieh Lilly und Kalb Luis – Lilly war die erste Kuh, die gerettet wurde. So entstand dann der Verein „Kuh und du“: „Mir ist es wichtig, dass gezeigt wird, dass es Lebewesen sind, die sozial, lustig und neugierig sind. Sie haben für mich einen hohen Stellenwert, und das möchte ich auch anderen vermitteln.“

Traum vom Lebenshof für Kühe erfüllt

Die meisten Tiere gehörten einem Bauern in der Nähe. Als er aufhörte, kaufte Kathi die Rinder um 5.000 Euro und erfüllte sich ihren Traum vom Lebenshof für Kühe: „Es ist wirklich mein Traum, weil sie mir Kraft und Ruhe schenken. Da vergisst man den ganzen Stress, wenn man ihnen zuschaut, sie stehen und schauen und sind einfach so gemütlich.“

Sendungshinweis:

„Steiermark heute“, 3.11.2021

Harmonikaspielen gefällt den Kühen

Die Tiertherapeutin, Hundetrainerin und Veganerin spielt auch gerne Harmonika – den Kühen scheint es zu gefallen: „Ja, da treffen sich alle Kühe um mich herum, die Kälber fangen zu trinken an, und dann ist es wie ein Mutter-Kind-Treffen mit musikalischer Untermalung.“

Das Interesse der Menschen sei groß, Kühe vor der Schlachtung retten, sagt Kathi, doch sie selbst hat derzeit keinen Platz mehr. Wer möchte, kann aber die hier lebenden Tiere mit einer Patenschaft von 50 Euro im Monat unterstützen, auch ein Besuch am Hof ist dann möglich. Und wer einmal mit einer Kuh auf Du und Du gegangen ist, kann sich der Liebenswürdigkeit dieser Tiere nicht entziehen.