Büro für Weihnachtslieder
Steirisches Volksliedwerk
Steirisches Volksliedwerk
Kultur

Gut gestimmt in die Weihnachtszeit

Das Büro für Weihnachtslieder des steirischen Volksliedwerk in Graz ist die Anlaufstelle schlechthin für alle Fragen zu Liedern, Geschichten, Gedichten und Bräuchen rund um Weihnachten. Heuer feiert es sein 30-jähriges Bestehen.

Obwohl es Jahr für Jahr auch bei Weihnachtsliedern Neuerscheinungen gibt, sind es doch nach wie vor die gängigen Lieder wie etwa „Alle Jahre wieder“, „Es wird scho glei dumpa“ oder „O Jubel, o Freud“, die sich einer unermüdlichen Beliebtheit erfreuen, erklärt Eva Maria Hois vom Büro für Weihnachtslieder: „Die waren vor 30 Jahren genauso beliebt, wie sie es heute noch immer sind, weil das eben die vertrauten Melodien sind, welche die meisten von uns aus ihrer Kindheit kennen.“

Sendungshinweis:

„Radio Steiermark Gesprächsstoff“, 5.12.2021

Singen hat zu Weihnachten Tradition

Zu Weihnachten wird auch mehr gesungen als im restlichen Jahr, bestätigt Daniel Fuchsberger vom Volksliedwerk: „Weihnachten ist – sagen wir so – das letzte verbliebene Fest, wo die Leute wenigstens versuchen, gemeinsam zu singen und wo die Lieder auch so eine fixe Bedeutung haben, die dem Fest entspricht. Bei vielen anderen Gelegenheiten im Leben der Menschen haben diese Lieder oftmals ihren Hauptzweck verloren und sind vielleicht auch deswegen verloren gegangen, oder es ist einfach das Angebot etwas zu konsumieren wesentlich praktischer. Und zu Weihnachten ist wenigstens das Bedürfnis zum gemeinsamen Singen noch da.“

Mit Weihnachtsliedern durch den Advent

Zum heurigen 30-Jahr-Jubiläum hat sich das Büro für Weihnachtslieder etwas Besonderes einfallen lassen: Tag für Tag gibt es online ein besonderes Video. „Es sind ganz unterschiedliche Menschen und Institutionen, die da mitmachen – von einem Besucher, der wirklich jedes Jahr kommt bis hin zum Herrn Landeshauptmann, von einer Volksschulklasse bis hin zu den Graz-Guides. Das Volkskundemuseum macht mit, Graz Tourismus ist dabei. Die Bandbreite ist wirklich sehr groß“, sagt Hois.

Es spiele keine Rolle, ob es sich um Amateurvideos oder professionell aufgenommenes Material handle – die Vielfalt mache das Projekt einzigartig, so Hois, „und die Videos sollen auch dazu motivieren, gleich mitzusingen, daher gibt es zu jedem Video auch gleich das entsprechende Notenblatt dazu.“