Rund um Leutschach liegt das größte Hopfenanbaugebiet Österreichs: 13 Hopfenbauern bewirtschaften hier eine Fläche von knapp hundert Hektar, denn für den Hopfen, der dem Bier die notwendigen Bitterstoffe verleiht, herrschen in der Region gute klimatische Bedingungen.

Öffnungszeiten:
Brauerei und Hopfenmuseum sind außer Dienstags täglich von 10.00 bis 18.00 Uhr geöffnet. Führungen gibt es gegen Voranmeldung.
Anfänge in den Fünfziger-Jahren
Die Geschichte des Hopfenanbaus rund um Leutschach zeichnet das Hopfenmuseum der Familie Dietrich nach: Demnach haben Anfang der 50er-Jahre mehrere Bauern auf Initiative einer steirischen Brauerei mit dem Hopfenanbau begonnen.
Vieles wurde damals noch in Handarbeit erledigt, so dass zur Erntezeit immer hunderte Helfer nach Leutschach gepilgert waren, um sich ein kleines Körberlgeld dazu zu verdienen, erklärt Christine Dietrich: „Also, die Leute sind zum Teil aus Slowenien gekommen, um Hopfen brocken. Das Radl haben sie verwendet, um von einem Acker zum anderen zu fahren.“

Wissenswertes rund um den Hopfen
Das Museum liefert aber auch viele Informationen rund um den Hopfen selbst: So erfahren Besucher etwa, warum die Hopfenpflücker, die am Abend oft noch bei einem Bier zusammengesessen sind, so gut gelaunt waren. „Der Hopfen hat weibliche Hormone, das hat nicht ein jeder vertragen, das hat natürlich entsprechend Auswirkungen gehabt“, weiß Hausherr Wolfgang Dietrich.
Sendungshinweis:
„Steiermark heute“, 13.4.2022
„Lebendes“ Museum lädt zum Kosten
Das steirische Hopfenmuseum ist zugleich aber ein „lebendes“ Museum, das heißt, Besucher können auch gleich live miterleben, wie das Bier heutzutage gebraut wird, denn unmittelbar neben den Ausstellungsräumen befindet sich der Arbeitsplatz von Braumeister Oliver Dietrich.

Rund 20.000 Liter Bier braut er jährlich, darunter findet sich rund ein Dutzend an verschiedenen Sorten – etwa das Krenbier, an dem der Braumeister rund eineinhalb Jahre lang herumexperimentiert hat, wie er sagt – letztlich hat er das passende Rezept gefunden: „Dass das geschmacklich jeden schmeckt, kommen so circa vier bis fünf Kilo Kren auf 100 Liter dazu.“