Schätze von Bilderbuchsammlerin Astrid Schönherr
Privat
Privat
Lifestyle

Zu Gast in Astrid Schönherrs Bilderbuchwelt

Für gute Bücher ist man nie zu alt, findet Astrid Schönherr, die in Graz als Buchhändlerin arbeitet und dort täglich Groß und Klein fürs Lesen begeistern will. Als Legasthenikerin lernte sie selbst mithilfe von Comics Lesen, ihre Faszination für Bücher weckten aber schon davor Bilderbücher, die sie bis heute sammelt.

Bis zur Decke stapeln sich die Bücher in Astrid Schönherrs Zuhause: „Willkommen in meiner Bilderbuchwelt!“, lacht sie. Denn Bilderbücher zu sammeln ist ihre große Leidenschaft: „Ich habe eine Nachbarin, die kann gar nicht mehr zu Besuch kommen, weil es ihr zu viele Bücher sind. Mir wird es aber nie zu viel!“

Mit Bildern lesen lernen

Wie viele Bücher sich hier aneinanderreihen? Zu schwierig zu schätzen, die Zahl der Schätze – wie etwa jene des deutschen Autors und Illustrators Lothar Meggendorfer: „Ich hab hier einen originalen Meggendorfer, den ich mir vor vielen Jahren geleistet habe. Ein Buch, das man tatsächlich ziehen und bewegen kann, in dem ich mir ein Puppenhaus bauen kann. So hat man früher den kleinen Damen die Welt gezeigt“, erklärt die Sammlerin über das Buch, das aus den 1880er/1890er Jahren stammt.

Fotostrecke mit 7 Bildern

Schätze von Bilderbuchsammlerin Astrid Schönherr
Privat
„Neue Thierbilder“ von Lothar Meggendorfer – ein Schatz in Astrid Schönherrs Sammlung …
Schätze von Bilderbuchsammlerin Astrid Schönherr
Privat
… und so sieht er von innen aus: vom Ziegenbock …
Schätze von Bilderbuchsammlerin Astrid Schönherr
Privat
… bis hin zur Geschichte der Schwäne.
Schätze von Bilderbuchsammlerin Astrid Schönherr
Privat
Viele Bücher entfalten besondere Kunstwerke …
Schätze von Bilderbuchsammlerin Astrid Schönherr
Privat
… wie jenes, das die Geschichte von Hänsel und Gretel erzählt. Auch bildlich.
Schätze von Bilderbuchsammlerin Astrid Schönherr
Privat
Selbst in den Puppenhäusern, die hier aus Bücherwelten entspringen …
Schätze von Bilderbuchsammlerin Astrid Schönherr
Privat
… lassen sich wieder Bücher finden!.

Wie Schönherr auf die Idee kam, Bilderbücher zu sammeln? „Die Leidenschaft der Buchhändlerin zum Kinderbuch! Das ist meine Spezialausbildung“, verrät sie: „Ich mache auch Schulführungen und Leseförderung. Tatsächlich bin ich legasthenisch. Ich kann nicht gut schreiben, aber wie man merkt, an der Pappalatur scheitert es ja nicht! Ich habe mit Bildern lesen gelernt: und zwar mit Comics. Diesen Bereich darf ich heute auch betreuen“, so Schönherr, die immer besonders jenen Kindern Mut machen will, die sich mit dem Lesen schwer tun.

„Für ein Bilderbuch ist man nie zu alt“

Gibt es so etwas wie ein Lieblingsbuch? „Ich habe tatsächlich vom Schreiber-Verlag aus Esslingen alle Nachdrucke der Meggendorfer-Bücher – eine komplette Sammlung von Reprints. Das sind alles bewegliche Bilderbücher, eine ganze Wand also nur mit Pop-Up-Büchern.“

Bilder sagen mehr als Worte, weiß Astrid Schönherr aus Erfahrung: „Für ein Bilderbuch ist man nie zu alt. Vielleicht zu jung, wenn es zu gruselig wird, weil ich fürchte mich bei manchen Geschichten. Ich bin eine feige Leserin. Und tatsächlich gibt es Bilderbücher, wo ich sage, da würde ich jetzt eher ab fünf, ab sechs oder ab acht Jahren sagen. Aber zu alt ist man nie!“

Dieser Beitrag begleitet die Sendung „Steiermark heute“, ORF 2, 9.3.2024.