Section Control im Plabutschtunnel in Betrieb

Seit Montag Mitternacht ist die Section Control im Grazer Plabutschtunnel auf scharf gestellt. In den ersten Stunden zählte man knapp über 30 Übertretungen. Dennoch zieht die Polizei zufrieden Bilanz, denn es sind weniger als ein Prozent zu schnell unterwegs.

Zahl der Anlagen:

Die Section Control im Plabutschtunnel ist die fünfte, fixe Anlage in Österreich.

33.000 Fahrzeuge, davon 13 Prozent Lkw und im Schnitt 60 Gefahrenguttransporte rollen Tag für Tag durch den etwa zehn Kilometer langen, zweiröhrigen Tunnel. Raser sind die Ausnahme, betont Wolfgang Staudacher, Leiter der Landesverkehrsabteilung - auch seit der Inbetriebnahme der Section Control.

30 Übertretungen in sieben Stunden

Unter ein Prozent sei zu schnell unterwegs. Speziell in der Nacht wird gerne kräftiger ins Gaspedal gestiegen, so Staudacher. Dennoch zieht man nach den ersten Stunden der Section Control zufrieden Bilanz: „In den ersten sieben Stunden hatten wir knapp über 30 Übertretungen. Das sind in der Stunde vier bis fünf, 100 bis 120 am Tag, wobei natürlich die Nachtzeit übertretungsintensiver ist. Wenn man aber bedenkt, wieviel täglich durchfahren, ist das dann doch wenig.“

Zahl der Unfälle soll um 40 Prozent sinken

Das Ziel der Section Control ist es, die Zahl der Unfälle um bis zu vierzig Prozent zu senken. Immer wieder kommt es zu Unfällen, vor allem aufgrund von überhöhter Geschwindigkeit. Laut einer Statistik der Asfinag waren es von 2005 bis 2010 vierzig Unfälle mit 55 Verletzten und fünf Todesopfern.

Einfahrt Tunnel

ORF

Viele Autofahrer zu schnell unterwegs

Das zum Teil weit überhöhte Fahrtempo im Tunnel sei der Hauptgrund für die Section Control, betont Manfred Prasch von der Verkehrsabteilung des Landespolizeikommandos: „Der Testbetrieb hat ergeben, was wir schon vorher gewusst haben: Gerade bei weniger Verkehrsaufkommen halten sich die Autolenker nicht an die 100er-Beschränkung. Wir hoffen, dass wir die Disziplin ein bisschen heben können.“

Hohe Strafen für Raser

Um auf Nummer sicher zu gehen, sollte man ab sofort keinesfalls weniger als sechs Minuten und zehn Sekunden für die Durchfahrt durch den Tunnel brauchen. „Die Kameras sind am Nord- und am Südportal aufgebaut. Die Kameras nehmen jedes Fahrzeug bei der Einfahrt in den Tunnel auf und auch bei der Ausfahrt. Aufgrund der Zeit, die das Fahrzeug benötigt hat, wird die Durchschnittsgeschwindigkeit errechnet“, so Walter Mocnik, Sprecher der Asfinag. Für Raser gibt es empfindliche Strafen: Wer mit 120 km/h unterwegs ist, muss mit 50 bis 70 Euro rechnen.

Die Strafverfügung lässt dann nicht mehr lange auf sich warten: „Die Anzeige geht relativ schnell. Sobald die Daten bei uns in der Landesverkehrsabteilung eingelangt sind, gehen sie weiter an die Strafbehörde. Das dauert ungefähr solange wie ein Postweg. Bis Ende der Woche dürften also bei jenen, die am Montag zu schnell dran waren, die ersten Strafverfügungen einflattern“, erklärt Wolfgang Staudacher von der Landesverkehrsabteilung.

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