Mit Crowdfunding gegen die Abwanderung

Die starke Abwanderung stellt die Regionen Murau und Murtal zunehmend vor immer größere Probleme. Eine private Finanzierungsplattform aus der Region unterstützt nun Unternehmensgründer bei der Investorensuche.

Bis 2030 soll es in den Regionen Murau und Murtal um 50 Prozent weniger Einwohner geben. Vier private Unternehmer der Region wollen dieser Entwicklung nun entgegenwirken und potenzielle Firmengründer dabei unterstützen, sich wieder stärker im Murtal anzusiedeln.

Hilfestellung für Jungunternehmer

Gelingen soll das mit der neuen Finanzierungsplattform „Kraft.Crowd Murtal“, die Unternehmensgründer bei der Investorensuche unterstützt und sie auch bei der Umsetzung ihrer Ideen in den Regionen Murtal und Murau begleitet. „Gerade für junge Unternehmer mit Ideen ist es schwierig, Geld aufzustellen. Wir als Region wollen einfach Hilfestellungen für diese Unternehmen darstellen“, sagt einer der Initiatoren, Bernhard Hammer, Chef der TBH Gebäudetechnik.

Die Funktionsweise: Jeder in Österreich mit einer Geschäftsidee und einem Businessplan kann sich an die „Kraft.Crowd Murtal“ wenden. Ein Team aus renommierten Unternehmern, Rechtsanwälten und Steuerberatern prüft dann, ob die Idee auch realisierbar ist und macht sich gegebenenfalls auf die Suche nach Investoren.

Ohne großes Risiko

„Wir sprechen damit vorwiegend Kleininvestoren an, die von 100 bis 1.500 Euro reichen können, damit auch kein wesentlich großes Risiko eingegangen werden muss, wenn man in ein neuzugründendes Unternehmen investiert“, sagt Hammer. So sollen für die Unternehmer bis zu 250.000 Euro auf die Beine gestellt werden; auch werden die Jungunternehmer von einem Mentorenteam unterstützt.

„Die Region ist eine Region der Chancen“

Bis zu vier Unternehmen sollen so pro Jahr zurück in die Region gebracht und damit auch wieder mehr Arbeitsplätze geschafft werden: „In weiterer Folge wollen wir haben, dass über diese Crowdfinanzierung die Steiermark und Österreich merkt, dass die Region Murtal eine Region der Chancen ist und hier ein guter Nährboden für Unternehmer gegeben ist“, so Hammer.

Die Kosten der Plattform tragen die vier Gründer vorerst aus eigener Tasche - das sind etwa 30.000 Euro im Jahr; vom Land kommt eine einmalige Unterstützung von 10.000 Euro. Künftig soll sich das Netzwerk, das mit 1. Mai offiziell starten soll, über eine Aufwandsabgabe finanzieren.

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