MedUni: Prüfungsaufwertung sorgt für Wirbel

An der Medizinischen Universität Graz haben Teile einer Prüfung mit hoher Durchfallquote neu bewertet werden müssen. Durch die Korrektur gab es mehr positive Benotungen. Was den Studierenden helfen soll, stößt auch auf Kritik.

Laut einem Bericht der „Kleinen Zeitung“ hätten bei einer Prüfung nur rund 80 von 360 Studierenden eine positive Note erreicht. Weil ein Teilgebiet zu schlecht beurteilt worden sei, wurden die Ergebnisse korrigiert. Einige Studierende durften sich nachträglich über eine positive Beurteilung freuen.

„Niemand hat Nachteil“

Aufregung gibt es laut dem Bericht in Studierendenkreisen: Denn jene, die sonst durchgefallen wären, müssten sich nun mit dem aktuellen Jahrgang die Plätze teilen. „Es hat niemand einen Nachteil davon, es gibt keine Wartezeiten und auch keinen Stau“, versichert Rektor Hellmut Samonigg.

Prüfungsmodus wurde abgeändert

Samonigg versteht die Aufregung nicht, denn es sei zum Wohle der Studierenden gehandelt worden. Tatsächlich sei es so gewesen, dass es zum einen zu einer Umstellung in der Studienordnung gekommen ist: Bevor die angehenden Ärzte in den klinischen Bereich dürfen, müssen sie nun zwei Prüfungen rund um die Themen Pathologie, Pathophysiologie und Pharmakologie schaffen. Zum anderen gab es eine Änderung beim Prüfungsmodus: Er wurde von Multiple Choice auf Antworten in Textform umgestellt, erklärt der Rektor.

Abgesehen davon sei auch bei der Juniprüfung ein Subteil zu streng beurteilt worden: „Das haben wir innerhalb von drei Wochen korrigiert“, so Samonigg. Dadurch seien nun doch mehr Studierende durch die Prüfung gekommen. Die nachträgliche Korrektur sei von der Rechtsabteilung überprüft und für rechtens erachtet worden.

Link: