Nach Föhnsturm: Aufräumarbeiten gehen weiter

Nach dem folgenreichen Föhnsturm am Dienstag dauern die Aufräumarbeiten in der West- und Südsteiermark weiterhin an. Mittwochvormittag waren zuletzt noch 1.500 Haushalte ohne Strom.

Mit mehr als 100 km/h war der Föhnsturm Dienstagfrüh über die Steiermark gefegt - mehr dazu in Sturm: Weiter Tausende Haushalte ohne Strom (12.12.2017). Besonders betroffen waren die Bezirke Leibnitz und Deutschlandsberg.

Schwere Sturmschäden

Der Föhnsturm hat große Schäden in der Steiermark angerichtet - Reporterin Alina Samonig machte sich für „Steiermark heute“ am 12.12.2017 ein Bild von den Ausmaßen.

Rund 1.700 Kräfte mit 176 Feuerwehren packten am Dienstag laut Landesfeuerwehrverband bei den umfangreichen Aufräumarbeiten mit an. Dabei wurden die örtlichen Feuerwehren in den beiden Bezirken durch Kollegen aus Graz, Graz-Umgebung, Feldbach, Fürstenfeld, Radkersburg, Voitsberg und Weiz unterstützt.

Schwerverletzter nach Forstunfall in Leutschach

In einem Wald bei Leutschach wollten am Dienstag auch ein 48-Jähriger und ein 49-Jähriger, beide aus dem Bezirk Leibnitz, Laubbäume fällen. Nachdem der 49-Jährige dafür einen Baum mit einer Seilwinde gesichert und damit begonnen hatte, die Fallkerbe einzuschneiden, fiel der Baum auf eine Geländekante, schnellte plötzlich in die Höhe und direkt gegen das rechte Bein des 48-Jährigen.

Der Mann wurde aus dem unwegsamen Gelände gerettet. Nach der Erstversorgung brachte man ihn mit schweren Beinverletzungen mit dem Rettungshubschrauber ins UKH Graz.

Neue Stromausfälle dazugekommen

Nach wie vor alle Hände voll zu tun haben die Mitarbeiter der Energie Steiermark - nach dem schweren Sturm waren zunächst rund 10.000 Haushalte ohne Strom.

Mittwochfrüh verblieben immer noch rund 2.500 Haushalte ohne Strom. Dienstagabend waren es 1.500 gewesen - während der Nacht kamen dann aber laut dem Landesenergieversorger 1.000 neue Fälle dazu: Eisregen ließ nämlich viele Bäume umstürzen, die durch den Sturm zuvor in Mitleidenschaft gezogen worden waren. Am Vormittag konnten aber rund 1.000 Haushalte wieder mit Elektrizität versorgt werden.

In manche Gebiete können die Helfer jedoch nach wie vor nicht vordringen, da Wege von Bäumen blockiert sind. Das Wetter scheint nun wieder etwas stabiler zu sein, dennoch dürften vereinzelte Gehöfte in höheren Lagen noch eine weitere Nacht ohne Strom auskommen müssen.

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