App für mehr Sicherheit bei Großevents

Joanneum Research Digital hat am Dienstag eine neue App vorgestellt. Mit deren Hilfe sollen Großveranstaltungen künftig besser koordiniert werden. Zudem soll die Vernetzung aller Mitarbeitenden für eine höhere Sicherheit sorgen.

Bei Großevents wie dem Nova Rock Festival oder dem Donauinselfest sind mehrere hundert Sicherheits- und Einsatzkräfte beschäftigt - diese müssen stets auf dem aktuellen Stand sein sowie den Überblick über das gesamte Geschehen behalten. Das Projekt „MONITOR“ von Joanneum Research Digital soll Abhilfe schaffen.

„Bild der Gesamtsituation“ durch App erfassbar

Über mehrere Kanäle hinweg sollen permanent Daten - etwa von optischen Bildern, Kamerabildern von Masten oder Wärmebildern aus der Luft - aufgenommen und Informationen abgeleitet werden. Neu ist, dass nun auch Daten über die Sicherheitskräfte selbst aufgenommen und verarbeitet werden. Die App verbindet sich über verschlüsselte Kanäle direkt mit der Einsatzzentrale. In dieser kann dadurch nachvollzogen werden, wer wo im Gelände im Einsatz ist und welche Aufgabe die Person gerade erfüllt.

Bei einer Übung der Uni Graz  zum Verhalten von Personen im Katastrophenfall im Frühjahr in Thal bei Graz wurde die App  erprobt.

JOANNEUM RESEARCH/ istock/SolStock

Bei einer Übung der Uni Graz zum Verhalten von Personen im Katastrophenfall im Frühjahr in Thal bei Graz wurde die App erprobt

Umgekehrt kann die Einsatzzentrale aber auch Informationen und Anweisungen an das Sicherheitspersonal übermitteln. „Somit ergibt sich ein Bild der Gesamtsituation mit Bildern aus der Luft, terrestrischen Bildern und Informationen einzelner Personen, da unser System all diese Informationen zusammenführt und zum Beispiel bei kritischen Entwicklungen rasch eine situationsangepasste Analyse zur Verfügung stellt – das gab es bisher noch nicht“, so Projektleiter Alexander Almer.

App auch für Koordination von Katastrophen

Auch im Katastrophenmanagement, wie etwa bei Waldbränden könnte die App künftig Verwendung finden. „Gerade bei Waldbränden konnte davor nur vom Waldrand aus beobachtet werden; erst wenn es zu einer starken Rauchentwicklung kam, konnten die Einsatzkräfte sehen, wo sich ein Brandherd befindet“, so Almer.

Die Idee entstand durch eine enge Zusammenarbeit von Joanneum Research mit Sicherheits- und Einsatzkräften. Die Umsetzung wurde durch Förderungen der Österreichischen Forschungsförderungsgesellschaft (FFG) sowie dem Bundesministerium für Verkehr, Innovation und Technologie (bmvit) ermöglicht.

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