„Jackpot“: Gezielte Bewegung nach der Kur

Die gezielten Bewegungsprogramme nach einer Kur werden ausgebaut: „Jackpot“ nennt sich das Projekt, das es seit drei Jahren gibt - künftig soll es auch für Menschen mit Diabetes Typ 2 und Neueinsteiger zugänglich sein.

Der Langzeiterfolg einer Kur hängt laut Experten vor allem davon ab, wie sehr man das Erlernte im weiteren Leben anwendet. Genau hier setzt das Projekt „Jackpot“ an: Seit drei Jahren bietet man Menschen nach Kuren gezielte Bewegungsprogramme in der Freizeit an, die ihre Gesundheit unterstützen sollen – mehr dazu in Neue Modelle ersetzen klassische Kur (22.11.2017) und Mit „Jackpot“ zu mehr Bewegung (7.9.2016).

Zusammenarbeit aller Sozialversicherungen

In drei Jahren soll in allen 13 steirischen Bezirken, an mehreren Standorten und jede Woche ein Bewegungsprogramm für Menschen, die ihre Gesundheit verbessern wollen, angeboten werden. Möglich wird das durch eine breite Zusammenarbeit aller Sozialversicherungen, sagt Lena Großschädl von der Sozialversicherung der gewerblichen Wirtschaft: „Da ist die Einbindung der Gemeinden sicher ein wichtiger Punkt, auch die Fortbildung der Trainer, die sind nämlich bis jetzt top qualifiziert und werden das auch weiterhin sein. Eine große Stärke von dem Projekt ist eben die tolle Zusammenarbeit mit dem Bewegungsland Steiermark, also mit den drei Dachsportverbänden.“

Neue Zielgruppen sollen angesprochen werden

Neu ist ab kommendem Jahr, dass man auch Menschen mit Diabetes Typ 2 ansprechen will, da Bewegung für sie besonders wichtig ist, um gesundheitlichen Problemen vorzubeugen. Aber auch Menschen ab 30, die seit längerem nicht dazu gekommen sind, sich regelmäßig zu bewegen, will man einen gut betreuten Einstieg bieten, sagt Sylvia Titze von der Sportwissenschaft der Universität Graz: „Der Standard jeder Stunde besteht aus einem Training, wo das Herz-Kreislauf-System trainiert wird und wo die Muskeln gekräftigt werden, denn in den österreichischen Bewegungsempfehlungen heißt es ‚Verbessern sie ihren Kreislauf, aber stärken sie auch ihre Muskeln‘.“

Jogger, Sport, Bewegung

APA/dpa/Miguel Villagran

Informationen über das Programm soll es ab kommendem Jahr bei Ärzten und Gemeinden geben. Das erste Semester - einmal Training pro Woche - ist gratis. Die Trainer sind laut Organisatoren speziell ausgebildet, um Menschen das Anfangen, aber auch das Dranbleiben an der Bewegung zu erleichtern.

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