Wein-Sammeltaxi sehr beliebt

Das „MOBIL Südwest“, ein Sammeltaxi an der Weinstraße, ist immer beliebter. Es verbindet entlegene Regionen mit dem Nahverkehr oder ermöglicht kostengünstige Fahrten zwischen Buschenschänken.

In der Region freut man sich über das Sammeltaxi. Es belebe zum einen die Wirtschaft, heißt es, und erhöhe gleichzeitig auch die Verkehrssicherheit. Das „MOBIL Südwest“, war vormals unter dem Namen „WEINmobil“ bekannt.

Das MOBIL Südwest sei eine Alltagslösung in den Bezirken Leibnitz und Deutschlandsberg sowie eine touristische Mobilitätslösung an der Südsteirischen Weinstraße und in Gamlitz, sagt Doris Hahn, Geschäfsführerin der Betreiberfirma „ISTmobil“. Dazu zählen im Übrigen auch das „GUSTmobil“ in Graz-Umgebung und der „Narzissenjet“ im Salzkammergut.

Kooperation mit regionalen Taxiunternehmen

Man ruft bei einer einheitlichen Nummer an und bestellt einen Wagen. Grazer können beispielsweise mit dem Zug nach Ehrenhausen fahren und ein Taxi bei „MOBIL Südwest“ bestellen. Am Bahnhof wird man dann von einem Wagen eines regionalen Taxiunternehmens abgeholt und zu den gewünschten Gastronomiebetrieben gebracht.

Mit einer Vorlaufzeit von rund einer Stunde kann man sich anschließend wieder an einem der rund 3.200 Haltepunkte in der Region abholen und zum Ausgangspunkt zurückbringen lassen.

Tarife sind günstiger als normale Taxitarife

Die Tarife seien günstiger als der Taxitarif, so die Betreiber. Konkret bezahlt man vier Euro Grundtarif und 1,80 Euro brutto pro Kilometer. Und das scheint bei den Kunden gut anzukommen. Denn allein im letzten Jahr nutzten von Juli bis Oktober 25.000 Menschen diesen Service, den es übrigens an der Weinstraße seit 2014 gibt.

Taxifahrten sind wichtig für Tourismus geworden

Im Schnitt habe man voriges Jahr über 6.000 Fahrten, hauptsächlich im touristischen Bereich, gezählt. Sowohl für die Weinbaubetriebe als auch für die regionalen Taxiunternehmer sei dieser Service daher ein wichtiger Wirtschaftsfaktor geworden. Die regionalen Taxiunternehmer hätten teilweise sogar Personal aufnehmen müssen und zusätzliche Fahrzeuge angeschafft, weil das Geschäft belebt worden sei.

Weitere Ausdehnung in Regionen angedacht

Dieses Sammeltaxisystem soll in Zukunft auf weitere Regionen in der Steiermark ausgedehnt werden, sagt Doris Hahn. Finanziell gestützt wird dieser so genannte „Mikro-öffentliche Verkehr“ von den Gemeinden sowie vom Land Steiermark. Ohne Subventionen, heißt es, könnten Taxifahrten nicht zu diesem niedrigen Preis angeboten werden.

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