GKB
ORF.at/Christian Öser
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Verkehr

Eisenbahnkreuzungen sollen sicherer werden

Am Donnerstag ist internationaler Tag der Eisenbahnkreuzungen. Das Kuratorium für Verkehrssicherheit (KfV) rät zu erhöhter Achtsamkeit auf Bahnübergängen. In der Steiermark wird derzeit beraten wie innerstädtische Bahnübergänge sicherer werden können.

Über die Sicherheit von Eisenbahnkreuzungen wird nicht zuletzt nach einem schweren Unfall im September des Vorjahres diskutiert, wo in Graz ein Zug mit einem Bus der Graz Linien kollidierte; die Buslenkerin wurde dabei tödlich verletzt. Seit November berät eine Expertenkommission über einen Teil der zwölf Grazer Übergänge der Graz-Köflacher Bahn (GKB) – die große Frage: Wie kann man die Bahnübergänge sicherer machen?

Schrankenanlage in Wetzelsdorf

Bei jener Eisenbahnkreuzung in Graz-Wetzelsdorf laufen bereits die Vorplanungen für den Bau einer Schrankenanlage, sagt Ernst Suppan von der GKB. „Wir errichten in der Grottenhofstraße aktuell eine Vorschrankenanlage, die im Juli in Betrieb gegen wird.“

Drei der weiteren elf Bahnübergänge sind bereits beschrankt, acht sind mit Ampeln gesichert, sagt Suppan, „und auf der Basis der Empfehlungen der Expertenkommission geht es dann darum, wie man diese acht Eisenbahnkreuzungen, die jetzt mit einer Lichtzeichenanlage gekennzeichnet sind, dann umbaut, also entweder mit einer zusätzlichen Schrankenanlage, oder man ersetzt sie durch eine Unterführung“.

Evaluierung der Bahnübergänge verzögert sich

Ursprünglich war geplant, im Juli mit der Evaluierung fertig zu sein – jetzt gibt es erstmal einen Zwischenbericht: „Unseres Wissens ist der Zwischenbericht avisiert für Juli 2019 – also irgendwann im Juli – und der Endbericht für Ende des Jahres“, sagt Suppan.

Wird dann entschieden, dass Bahnübergänge durch Unterführungen entschäft werden, wird das nochmal dauern. Zeitplan bei der Graz-Köflacher Bahn ist 2025, sagt Ernst Suppan: „Die Eisenbahnkreuzungsthematik hängt auch zusammen mit der Elektrifizierung, und wir hoffen, dass wir bis 2025 diese Projekte gemeinsam zu einem Abschluss gebracht haben.“ Denn erhöhen sich, wie geplant ab 2025 die Taktfrequenzen, werden die Bahnübergänge in Graz nochmal stärker frequentiert sein.