Dichter Verkehr auf der Schönbergkehre der Brennerautobahn
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Verkehr

Urlaub: Hohe Verkehrsstrafen in Kroatien

Kroatien ist für Steirerinnen und Steirer eines der beliebtesten Urlaubsländer. Häufig wird mit dem Auto gereist – und genau hier verweist der ÖAMTC auf eine Strafverschärfung, die am 1. August in Kraft getreten ist.

Kroatien hat die Strafen für Vergehen im Straßenverkehr mit 1. August teils kräftig erhöht. Wer sich im Urlaub ein Gläschen gönnt und betrunken oder unter Drogeneinfluss am Steuer erwischt wird, muss mit einer Geldstrafe von 400 bis 2.700 Euro rechnen oder bis zu 60 Tage ins Gefängnis. Bisher war ein Bußgeld von mindestens 95 Euro zu bezahlen.

Hohe Zahl an Verkehrstoten

Die Strafe für Handy am Steuer oder Mopedfahren ohne Helm wurde mehr als verdoppelt – bisher waren 65 Euro zu bezahlen, jetzt sind es 135. Auch bei Geschwindigkeitsübertretungen muss seit Anfang August tiefer in die Tasche gegriffen werden – mindestens 68 Euro sind zu bezahlen.

Grund für den Anstieg der Strafen ist die hohe Zahl der Verkehrstoten in Kroatien. Im Vorjahr sind pro Million Einwohner 77 Menschen im Straßenverkehr ums Leben gekommen. Zum Vergleich waren es in Österreich 45 und im EU-Schnitt 49 Menschen pro Million Einwohner.

Strafzettel nicht ignorieren

Offene Strafen aus dem EU-Ausland können übrigens in Österreich zwangsweise eingetrieben oder bei der Wiedereinreise nach Kroatien eingefordert werden. Daher sollten ausländische Strafzettel keinesfalls ignoriert werden, heißt es vom ÖAMTC.