Feuerwehrübung bei der Basilika Mariazell
Feuerwehr Mariazell
Feuerwehr Mariazell
Chronik

Großübung: Basilika Mariazell „brannte“

Vor einem halben Jahr ist die Kathedrale Notre Dame in Paris in Flammen gestanden. Der Großbrand und die Hilf- und Planlosigkeit der Einsatzkräfte gaben den Anstoß für eine groß angelegte Einsatzübung am Freitag in der Basilika Mariazell.

Angenommen wurde ein Brand in der Mitte des Dachstuhles der größten steirischen Kirche – zehn Vermisste mussten in der Basilika gesucht werden, auch eine Brandbekämpfung von der Außenseite wurde geprobt. Sieben steirische und sechs niederösterreichische Feuerwehren sowie Polizei und Rotes Kreuz nahmen teil.

„Es wurde einmal der Abschnitt Mariazell alarmiert, und es nahmen in Summe 13 Feuerwehren mit etwa 150 Mann und 20 Fahrzeugen an dieser Übung teil“, schilderte Landesfeuerwehrkommandant Reinhard Leichtfried.

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Feuerwehrübung bei der Basilika Mariazell
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Wasserspeicher unter dem Hauptplatz

Die Basilika Mariazell und auch das nebenstehende Klostergebäude sind mit einer vollautomatischen Brandmeldeanlage ausgestattet, diese ist direkt mit der Landesleitzentrale verbunden; außerdem gibt es einen Wasserspeicher unter dem Hauptplatz, der mit 200 Kubikmetern Wasser gefüllt ist.

Pater Michael Staberl erklärt: „Der Dachboden der Kirche, die Türme, alle sensiblen Räume und auch das nebenstehende Klostergebäude haben ein lückenloses Rauchmeldersystem, der Innenraum der Basilika aber natürlich nicht: Da agieren wir ja mit Weihrauch, da gibt es andere Schutzmaßnahmen“ – einen speziellen Rauchmelder in der Kuppel beispielsweise. Die Übung am Freitag verlief planmäßig, so Staberl, der auch Landesfeuerwehrkurat ist.

Mariazell in Flammen

Der letzte „echte“ Großbrand in Mariazell fand 1827 statt: Der Ort stand in Flammen, die Mauern der Kirche hielten dem Feuer aber stand, auch der Dachstuhl blieb erhalten. Eine organisierte Feuerwehr gab es damals noch nicht.

Etwa eine Million Besucher pro Jahr

Der 1157 gegründete Wallfahrtsort Mariazell mit etwa einer Million Besucherinnen und Besuchern pro Jahr ist der größte mitteleuropäische Wallfahrtsort und wird über Österreich hinaus vor allem von Ungarn, Tschechen, Slowaken, Polen, Slowenen und Kroaten besucht.

Die Basilika ist die größte Kirche der Steiermark und erhielt von 1644 bis 1682 ihre heutige barocke Form mit den drei charakteristischen Türmen – der mittlere mehr als 80 Meter hoch. Die Basilika mit der romanischen Gnadenstatue, ihrer wertvollen Einrichtung und den beiden Schatzkammern zählt zu den kunst- und kulturhistorischen Highlights in Österreich.