Übung Reanimation Verein PULS
Puls / M. Hechenberger
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Soziales

16. Oktober: Tag der Wiederbelebung

Zum weltweiten Tag der Wiederbelebung am 16. Oktober wird auch in der Steiermark darauf hingewiesen, wie wichtig das Eingreifen von Ersthelfern in Notfällen ist – je schneller sie reagieren, desto größer sind die Überlebenschancen.

Wie Sie im Ernstfall helfen können, erfahren Sie hier!

In der Steiermark erleiden jährlich mehr als 1.000 Menschen einen Herzstillstand, nur neun Prozent der Betroffenen überleben. Je schneller Ersthelfer reagieren, desto besser sind die Überlebenschancen. Der Grazer Bezirks-Rot-Kreuz-Arzt Geza Gemes erklärt, dass eine Mund-zu-Mund-Beatmung hilft – wenn man diese aber nicht machen möchte, dann zumindest die Herz-Druck-Massage anwenden.

„Es ist sicherlich besser, ‚nur‘ eine Herzdruckmassage zu machen als gar nichts zu tun. Natürlich wäre es optimal, wenn man einen entsprechenden Kurs besucht hat und geschult ist, wenn die Mund-zu-Mund-Beatmung durchgeführt wird“, erklärt Gemes.

Eigene App:

Um Defibrillatoren rasch zu finden, hat die Stadt Graz eine App erstellt, die alle wichtigen Informationen anzeigt: die App „Defi Graz“.

270 Defibrillatoren allein in Graz

Die Herz-Druck-Massage soll ungefähr fünf bis sechs Zentimeter tief und hundert mal pro Minute durchgeführt werden – „so lange, bis man entweder vor Erschöpfung nicht mehr kann, oder der Rettungsdienst eingetroffen ist. Wichtig ist auch, dass es wieder zu einer Entlastung des Brustkorbes kommt, weil sich unter der Herz-Druck-Massage das Herz wieder füllen muss“, rät der Arzt.

„Radio Steiermark“-Reporter Rainer Liebich lässt sich von Medizinstudent Matthias Hirschmann die Herz-Druck-Massage erklären

Die meisten Defibrillatoren – so sie denn geholt werden – könnten einen Takt vorgeben. Allein in Graz gibt es mittlerweile 270 Defibrillatoren. Auch alle Streifenwägen der Polizei sind mittlerweile mit diesen Geräten ausgerüstet.