Jochen Rindt
APA/Getty Images_RollsPress_Popperfoto
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Chronik

Graz bekommt Jochen-Rindt-Platz

Anlässlich seines 50. Todestages gedenket 2020 die Stadt Graz der Rennsport-Legende Jochen Rindt. Unter anderem bekommt die Stadt einen Jochen-Rindt-Platz.

Als einziger Fahrer in der 100-jährigen Geschichte der Motorsport-„Königsklasse“ wurde Rindt posthum Weltmeister – er verstarb am 5. September 1970 nach einem Unfall in Monza.

Ausstellung mit Originalautos

Unter dem Titel „Jochen Rindt – Die Grazer Jahre“ würdigt das GrazMusum den Rennfahrer. So will man im Erdgeschoß zwei originale Rindt-Autos präsentieren – unter anderem jenen Ford GT40, mit dem Rindt 1966 sein unglücklich verlaufenes 24-Stunden-Rennen in Le Mans bestritt.

Eigene Straßenbahnstation und -garnitur

Der „Jochen-Rindt-Platz“ soll im neuen Stadtviertel Reininghaus sein und mit einer eigenen Straßenbahnhaltestelle ausgestattet werden – die dazu notwendigen Gemeinderatsbeschlüsse seien aber noch ausständig, so der Grazer Bürgermeister Siegfried Nagl (ÖVP). Wenn alles klappt, soll zudem eine Straßenbahn-Garnitur der Grazer Linien mit diversen Jochen-Rindt-Sujets versehen werden und künftig im Liniennetz ihre Runden ziehen.

Bürgermeister Siegfried Nagl und Motorsportlegende Helmut Marko präsentieren die Highlights des Gedenkjahres 2020
Stadt Graz/Foto Fischer
Siegfried Nagl und Helmut Marko

„Jochen hat sich immer als Grazer gefühlt“, betonte am Freitag Rindts Schul-und Jugendfreund Helmut Marko. Der nur 28-jährig verstorbene Motorsport-Star wurde in Mainz geboren und verlor bereits als Kleinkind seine Eltern bei einem Bombenangriff auf Hamburg – deshalb wurde er in Graz von seinen Großeltern mütterlicherseits großgezogen. Auch befindet sich Rindts Grabstätte auf dem Zentralfriedhof von Graz: Sie wird als Ehrengrab vom Kulturamt der Stadt gepflegt.