Symbol SK Sturm Graz
ORF
ORF
Coronavirus

Sturm meldet Mitarbeiter zur Kurzarbeit an

Die Pause in der österreichischen Fußball-Bundesliga dauert aufgrund der Coronavirus-Pandemie noch mindestens bis Anfang Mai. Der SK Sturm hat nun bestätigt, dass er sämtliche Mitarbeiter zur Kurzarbeit anmeldet.

Mitte März hat die Bundesliga beschlossen, die Saison bis Ende Juni zu verlängern – mehr dazu in Bundesliga pausiert bis Anfang Mai (sport.ORF.at, 18.3.2020).

Rund 90 Personen betroffen

Diese Entscheidung hat weitreichende Folgen: So steht nun fest, dass der SK Sturm sämtliche Mitarbeiter zur Kurzarbeit anmelden wird. Das betrifft neben dem Profibereich, dem rund 40 Spieler und Betreuer angehören, auch sämtliche andere Abteilungen, die insgesamt zwischen 40 und 50 zusätzliche Mitarbeiter umfassen.

Belegschaft stimmte einstimmig zu

Die Geschäftsführung sowie die Finanzleitung des Vereins sprach mit jedem Mitarbeiter, Spieler, Betreuer und Trainer – und geschlossen wurde dem Vorschlag zugestimmt: "Das Corona-Kurzarbeits-Modell erhöht die Wahrscheinlichkeit, gut durch diese Krise zu kommen, deutlich und wird von uns begrüßt“, sagt Sturm-Präsident Christian Jauk.

Für den wirtschaftlichen Geschäftsführer der Grazer, Thomas Tebbich, ist es wichtig, auf alle möglichen Szenarien vorbereitet zu sein: „Natürlich ist die derzeitige Situation eine wirtschaftlich Herausfordernde. Es ist schön, dass wir mit der gemeinsamen Entscheidung zur Kurzarbeit einen ersten großen Schritt setzten konnten. Von großer Bedeutung wird aber auch eine gute Zusammenarbeit mit unseren Partnern und Sponsoren sein.“

An einen kompletten Ausfall der Saison will Tebbich aber noch nicht denken: „Da wären wir bei einem Ausfall im siebenstelligen Euro-Bereich. Das wäre sehr kritisch für das Unternehmen. Aber bestimmt nicht nur bei Sturm, sondern bei sehr vielen Bundesligisten.“

Hartberg: Nur zwei Ablehnungen

In Hartberg hätten bis auf zwei Ausnahmen alle Spieler einem Kurzarbeitmodell zugestimmt. Außerdem leisten alle Mitarbeiter, Betreuer und Trainer „einen enorm wichtigen Beitrag zum wirtschaftlichen Fortbestand der TSV Hartberg Spielbetriebs GmbH“, betonte Obmann Erich Korherr. "Diese freiwillige Zustimmung kann man nicht hoch genug einschätzen, und ist ein Zeichen von Zusammenhalt und Solidarität. Abgelehnt haben das Kurzarbeitmodell Sandro Gotal und Daniel Geißler.

„Notbetrieb“ setzt Rapid und Co. zu

Als einer der letzten Bundesliga-Clubs arbeitet nun auch Rapid aufgrund der Coronavirus-Pandemie offiziell an der Einführung des Kurzarbeitsmodells. „Wir bedanken uns auch beim Trainerteam und bei unserem Spielerrat für die Bereitschaft zur Unterstützung“, erklärten die Geschäftsführer Christoph Peschek und Zoran Barisic am Donnerstag. Die aktuelle Situation setzt den Vereinen aber ordentlich zu – mehr dazu in „Notbetrieb“ setzt Rapid und Co. zu (sport.ORF.at).