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Religion

Online-Gottesdienste gut „besucht“

Mit Öffnung der ersten Geschäfte werden langsam Rufe laut, auch die Kirche wieder für Gottesdienste zu öffnen. Doch auch die angebotenen Online-Messen in der Steiermark sind mittlerweile gut „besucht“.

Können die Menschen nicht in die Kirche gehen, dann kommt die Kirche eben zu den Menschen – derzeit via Laptop, Handy oder via Live-Übertragungen in Medien. In der Steiermark haben sich die Online-Messen längst bewährt, zuletzt wurde etwa die Osterspeisensegnung des steirischen Bischofs Wilhelm Krautwaschl von zahlreichen Gläubigen im Fernsehen mitverfolgt – mehr dazu in Ostern wird heuer medial und digital gefeiert.

2.000 Gläubige in Hartberg online dabei

Der Hartberger Pfarrer Josef Reisenhofer gilt als Internet-Gottesdienst-Pionier. Aktuell sind im Schnitt jeden Sonntag über 2.000 Gläubige online bei seinen Messen mit dabei. Diesen Sonntag etwa hat der Gottesdienst unter dem Kirschbaum hinter der Stadtpfarre stattgefunden und hat dennoch viele Menschen erreicht, die zu Hause geblieben sind, so Reisenhofer: „Die Zielgruppe unserer Internet-Gottesdienst-Übertragungen sind Menschen, die nicht herkommen können, etwa Kranke, Menschen im Altenheim, aber auch Reisende.“

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Dennoch wird der Ruf, die Kirchen für Gottesdienste wieder zu öffnen, langsam lauter. Der steirische Bischof Wilhelm Krautwaschl ist diesbezüglich noch zurückhaltender: „Da gibts sehr viele Probleme, wenn man in einem Raum zusammen ist mit mehreren Leuten, länger bleibt, nebeneinander ist, vielleicht noch singt und betet nebeneinander – dann ist das eine andere Qualität des Risikos.“

Wunsch nach Lockerungen für kleine Feiern

Die Bischöfe arbeiten daher an einer Lösung für öffentliche Feiern, die das Ansteckungsrisiko für alle Teilnehmer klein hält: „Bis 30. April besteht nach wie vor dieses strenge Betretungsverbot des öffentlichen Raumes und da sind wir im Gespräch, ob wir nicht auch als Kirchen gewisse Lockerungen machen können. Ich denke mir, im kleinen Familienkreis – so wie es am Standesamt möglich ist, eine Hochzeit zu feiern – könnte man ja auch Trauungen halten“, so der steirische Bischof.

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Bis dahin sind Online Messen eine gute Alternative, wenngleich sie eine Feier mit Menschen nie ersetzen können. Für das private Gebet haben die Kirchen ohnedies auch in Krisenzeiten geöffnet.