Sujet Zeitausstellung
Lars Baus/Frida&Fred
Lars Baus/Frida&Fred
Kultur

Die Zeit im Grazer Kindermuseum

Im Grazer Kindermuseum „Frida&Fred“ dreht sich in den neuen Ausstellungen alles um das Thema Zeit. Kindern werden Zeit und Zeitmessung mit allen Sinnen erfahrbar gemacht. Eine Online-Anmeldung ist nötig.

Wie Museumsdirektor Jörg Ehtreiber am Mittwoch schilderte, wurden die Ausstellungen so umgestaltet, dass die Hygienebestimmungen zur Covid-19-Prävention eingehalten werden können – dazu gehört auch, dass der Besuch nur nach Online-Buchung möglich ist, um die Besucherzahlen entsprechen lenken zu können.

Besuch von 90 Minuten

„Das Zeitfenster erlaubt einen Ausstellungsbesuch von 90 Minuten. Zwischen den Time-Slots werden die Ausstellungen desinfiziert. Basteln können die Kinder trotzdem. Das Material ist vorbereitet und wird pro Station auf Nachfrage ausgegeben“, führte Ehtreiber aus.

Berufe mit Zeitaspekt und Expedition

Die Mitmach-Ausstellung „Das kleine Städtchen Jederzeit“ im Erdgeschoß will Kinder zwischen drei und sieben Jahren ins Museum ziehen. Anhand von unterschiedlichen Berufen mit Zeitaspekt – vom Bäcker, der früh aufstehen muss, der Fahrdienstleiterin, für die Pünktlichkeit eine große Rolle spielt, oder dem Gärtner, dessen Arbeit von den Jahreszeiten geprägt ist – soll das abstrakte Thema für die Jüngsten nachvollziehbar werden und zum Weiterdenken anregen, erklärte Ehtreiber im Pressegespräch am Mittwoch.

Im Obergeschoß können sich die etwas älteren Kinder ab etwa acht Jahren auf eine Expedition begeben und der Zeit auf die Spur kommen: In Szenarien wie dem Urwald, einem Labor, einer Uhrmacherwerkstatt oder einem Raumschiff sollen sie an 25 Hands-on-Stationen erleben, wie unterschiedlich sich Zeit auswirken, erfahrbar wird und messbar gemacht werden kann. Bei beiden Ausstellungen kooperiert das Grazer Kindermuseum mit den Reiss-Engelhorn-Museen in Mannheim und wird schon traditionell von der deutschen Klaus-Tschira-Stiftung gefördert.

Rahmenprogramme gibt es nicht

Das Workshopprogramm und alle weiteren Rahmenprogramme finden im Moment aber nicht statt, auch Kindergeburtstage können vorerst nicht gebucht werden; die beliebte „Lümmelzone“ – eine riesige Schaumstofftreppenanlage – bleibe geschlossen. „Wir nehmen das Thema Prävention sehr ernst und wollen unseren Teil beitragen, dass maximale Sicherheit gegeben ist“, schloss Ehtreiber.

Laut Bildungsstadtrat Kurt Hohensinner (ÖVP) gehört das Kindermuseum Graz mit zuletzt rund 100.000 Besuchern jährlich zu den erfolgreichsten Museen in Graz. Er kündigte zugleich die Verlängerung der Museumsaktion an, die allen Kindergartengruppen und Pflichtschulklassen der Stadt den Gratis-Eintritt ins Museum ermöglicht. „Die Kosten werden von der Bildungsabteilung der Stadt getragen“, sagte der Stadtrat hervor.