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Wissenschaft

Startschuss für „Data House“ an TU Graz

In Graz ist am Montag der Grundstein für ein neues Zentrum für Datenwissenschaften gelegt worden: Im „Data House“ der TU Graz werden Wissenschaftler, Industrie und Jungunternehmen gemeinsam neue Methoden der Datenverarbeitung entwickeln.

Auf 8.800 Quadratmetern Grundstücksfläche und 20.000 Quadratmetern Raumfläche soll steirische Forschungs- und Enwicklungsgeschichte geschrieben werden, sagte TU Graz-Rektor Harald Kainz am Montag: „Unser Ziel ist, dass wir möglichst viele Partner aus der Industrie und der Wissenschaft hier integrieren. Das heißt, es geht darum, dass wir uns mit der Industrie vernetzen und damit viele Entwicklungen stärker und schneller vorantreiben und auch mehr Gestaltungsspielraum für Innovationen und Grundlagenforschung bekommen.“

Nagl: „An die Zukunft denken“

Künftig werde der Campus Inffeldgasse der größte Universitätscampus der Stadt sein, sagt der Grazer Bürgermeister Siegfried Nagl (ÖVP), der betont, „dass wir auch in schwierigen Zeiten, in denen wir alle die Corona-Maske tragen, solche Grundsteinlegungen haben, und das zeigt schon, dass wir an die Zukunft denken. Ich denke, das ist auch ein wichtiges Signal an alle Menschen, es geht wieder vorwärts. Und gerade im Datenbereich wissen wir, dass die Welt künftig mit diesen Datenmengen umgehen lernen wird müssen, und dass es da auch neue Chancen gibt, und die werden wir in Graz entwickeln.“

Es muss nicht immer das Silicon Valley sein

Schon jetzt sei Graz in diesem Bereich im europäischen Entwicklungsspitzenfeld, sagt Big-Data-Expertin Stefanie Lindstaedt von der TU Graz. Mit den neuen Forschungszentren will man weltweites Ansehen erlangen: „Das Ziel ist natürlich, jetzt auch noch über Europa hinaus eine noch größere Sichtbarkeit zu erreichen, gerade auch in Richtung China und den USA, aber auch unseren Unternehmen zu zeigen, dass hier die Kompetenz da ist und dass man nicht immer nur ins Silicon Valley gehen muss.“

Forschung und Unternehmen Seite an Seite

Fertiggestellt werden sollen die beiden neuen Forschungskomplexe für die Bereiche Datenverarbeitung und Künstliche Intelligenz im Juli 2022 und im Jänner 2023. Die Kosten betragen rund 55 Millionen Euro. Errichtet wird der Neubau auch mit finanzieller Unterstützung des Landes Steiermark und des Europäischen Fonds für regionale Entwicklung, wie Christoph Ludwig, Geschäftsführer der Steirischen Wirtschaftsförderung SFG hervorhob. Laut Plan sollen sich künftig mehr als 500 Personen um Innovationen im Digitalisierungsbereich kümmern. Im Gebäude wird auch der Science Park Graz mit etlichen Start-ups untergebracht. „Die Wege zu den Unternehmen werden dann nur noch wenige Meter betragen“, freute sich Lindstaedt.