Kunden vor dem Eingang zu einem Bau- und Gartencenter am Dienstag, 14. April 2020
APA/PETER KOLB
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Coronavirus

WKO fordert einheitliche CoV-Regelungen

Die Bundesregierung dürfte am Montag weitere Verschärfungen von Sicherheitsbestimmungen bekanntgeben. Die steirische Wirtschaftskammer fordert in diesem Zusammenhang mehr österreichweit einheitliche Regelungen.

Woche für Woche färbt die Corona-Ampel einzelne Regionen und Bezirke Österreichs unterschiedlich ein. Die steirische Wirtschaftskammer trägt zwar sämtliche Maßnahmen mit, fordert aber ein Ende der regionalen Zersplitterung bei den Regeln und eine bessere Koordination: „Die Unternehmen können nicht wirklich damit dealen, dass es in jeder Region unterschiedliche Maßnahmen gibt und diese Maßnahmen auch noch unterschiedlich lang dauern und unterschiedlich interpretiert werden“, so Kammerdirektor Karl-Heinz Dernoscheg.

Dernoscheg: „Problematik ist nicht nur eine steirische“

Der Wohn- und Arbeitsort sind bei zahlreichen Beschäftigten unterschiedlich. Und da kann es vorkommen, dass jeweils verschiedene Corona-Vorschriften gelten: „Die Problematik ist nicht nur eine steirische – es ist eine österreichische und auch europäische. Wir sehen es anhand der vielen international orientierten Unternehmen.“

Man müsse sich länderübergreifend besser abstimmen und vor allem die Teststrategie mit Antigen-Schnelltests, die innerhalb von Minuten ein Ergebnis liefern, ergänzen: „In diesem Bereich planen wir auch als Wirtschaftskammer: Rasch testen, dort wo ein Verdachtsfall vorliegt, schnelle Entscheidungen treffen, Bescheide schnell ausstellen. Es kann nicht sein, dass man auf einen Absonderungsbescheid ewig lang wartet.“

Herk: „Die Lage ist ernst“

Die steirische Wirtschaftskammer fordert von der Politik jene Weitsicht ein, die sie bei den Unterstützungsmaßnahmen bewiesen habe. Die Lage sei ernst, so der Präsident der steirischen Wirtschaftskammer Josef Herk in einer Aussendung: „Wir hören von Tag zu Tag mehr alarmierende Signale aus den Unternehmen. Es drohen die größten wirtschaftlichen Schäden in der Geschichte unserer Zweiten Republik, diesen gilt es mit allen Kräften gegenzusteuern. Und zwar mit Bestimmungen, die ein wirtschaftliches Leben mit Corona ermöglichen.“