Teströhrchen mit Coronavirus Testabstrich und Wattestäbchen
APA/dpa/Oliver Berg
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Coronavirus

Bald mobile Testteams für steirische Schulen

Die Steiermark bekommt als zweites Bundesland nach Wien mobile Coronavirus-Testteams für Schulen und Kindergärten: Ab 3. November sollen die Teams raschere Testungen und Ergebnisse liefern. Getestet werden Schüler und Schulpersonal.

Die Testteams sollen – so der Beschluss der Landesregierung – nach den Herbstferien in allen sieben steirischen Bildungsregionen loslegen und raschere Testungen und Ergebnisse liefern. Neben den Schülern wird auch das Personal in den Einrichtungen von den Teams getestet.

Nach Wien sei die Steiermark erst das zweite Bundesland in Österreich, das mobile Teams ausschließlich für den Einsatz in Schulen sowie Kinderbildungs- und -betreuungseinrichtungen bereitstellt, heißt es. Das Konzept könne je nach Bedarf erweitert und personell aufgestockt werden.

Bogner-Strauß: Schließung nur letzte Konsequenz

„Das Schließen dieser Einrichtungen soll nur die letzte Konsequenz sein. Es muss unser gemeinsames Ziel sein, sie so lange wie möglich offen zu halten, um unseren Kindern ein umfassendes Bildungs- und Betreuungsprogramm bieten zu können“, meinte Bildungs- und Gesundheitslandesrätin Juliane Bogner-Strauß (ÖVP) am Donnerstag.

„Fast Lane“ für Leiter und Direktoren

Zusätzlich soll es am 3. November auch eine telefonische „Fast Lane“ geben, „die nur den Direktorinnen und Direktoren von Schulen beziehungsweise den Leiterinnen und Leitern von Kinderbildungs- und -betreuungseinrichtungen zur Verfügung steht, um im Verdachtsfall schnell und unkompliziert Informationen und Hilfe zu erhalten“. Bei dieser „Fast Lane“ erfolgt eine Fallabklärung durch Hintergrundärztinnen und -ärzte; in weiterer Folge nehmen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Roten Kreuzes mittels Rachenabstrichs PCR-Testungen vor.

Unter 14 Jahren mit Einverständnis der Eltern

Bei Kindern unter 14 Jahren werde vor der Testung die Einverständniserklärung der Eltern eingeholt, hieß es am Donnerstag in der Aussendung des Landes. Die abgenommenen Tests würden dann zentral in zwei extra unter Vertrag genommenen Laboratorien in Graz ausgewertet. Betreut wird diese „Fast Lane“ vom Personal des Servicecenters des Roten Kreuzes.

Zustimmung von NEOS

NEOS Steiermark begrüßt die „Fast Lane“ und die mobilen Teams für Schulen – man hätte diese bereits im Sommer gefordert: „Ein wichtiger Schritt für alle Pädagogen und Pädagoginnen, Kinder und Eltern in Richtung Planungssicherheit“, so NEOS-Klubobmann Niko Swatek.