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Soziales

Arbeitslose für CoV-Besuchermanagment in Heimen

Arbeitsmarktservice und Sozialressort haben ein neues Projekt ins Leben gerufen: 300 arbeitslose Menschen werden als Assistenten für das Besuchermanagement in Pflegeheimen eingesetzt, um diese in der CoV-Krise zu unterstützen.

Es ist eine Win-Win-Situation: Arbeitslose Menschen erhalten einen Job, und das Personal in den Pflegeheimen wird entlastet, denn Einrichtungen im Pflege- und Sozialbereich erhielten mit der neuen CoV-Verordnung die Auflage für ein strenges Besuchermanagement: Dazu zählen Registrierung, Gesundheitschecks, Ausgaben von Mund-Nasen-Schutz, Information zu Hygienemaßnahmen und Begleitung in die Besucherzone. Diese Aufgaben sollen künftig externe Helfer übernehmen.

Sozialressort und AMS übernehmen Kosten

Vom Sozialressort und dem AMS Steiermark werden für das Projekt insgesamt 5,5 Mio. Euro zur Verfügung gestellt. Vorerst rechnet man mit einem Bedarf von 300 Assistenzkräften. Es sollen Personen über 50 bzw. auch jene, die schon mehr als ein Jahr arbeitslos sind, angesprochen werden.

Die Steiermark setze mit der raschen Umsetzung des Projekts eine Benchmark, so Soziallandesrätin Doris Kampus (SPÖ) – andere Bundesländer würden noch um eine Lösung für die neuen Kontrollaufgaben ringen.

Start: Dezember

Die Assistenzkräfte werden von den AMS-Regionalgeschäftsstellen gezielt rekrutiert und bei gemeinnützigen Beschäftigungsprojekten für maximal sechs Monate angestellt, sagt AMS-Geschäftsführer Karl-Heinz Snobe – den Heimen entstehen dadurch keine Personalkosten. Das Projekt startet im Dezember und ist bis Mai nächsten Jahres geplant.