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Kultur

Psalm überarbeitet Vorjahresprogramm

Das Grazer Osterfestival Psalm aus dem Hause styriarte startet im März eine neue Version seines Programmes „…for future!“. Die Konzerte im Vorjahr fielen der CoV-Pandemie zum Opfer, nun soll das Festival in überarbeiteter Form stattfinden.

„Die Programme und Projekte sind in der Zwischenzeit gewachsen und gereift. Und wenn wir Glück haben, erzählen sie uns von Wegen in eine bessere Zukunft“, so Intendant Mathis Huber am Freitag in einer Aussendung.

Mittelalterlicher Auftakt

Zu Beginn gibt es mit „Laudes Palmarum“ ein mittelalterliches Palmsonntagsspiel, das nach Quellen aus dem 14. Jahrhundert von Vladimir Ivanoff rekonstruiert wurde. Ivanoff zeichnet auch für die Aufführung verantwortlich; mit dabei sind unter anderem Miriam Andersen mit ihrer gotischen Harfe sowie der Schulchor der HIB-Liebenau.

Der nächste Abend ist „Frühlingssegen, Frühlingssagen“ gewidmet – hier gibt es Zaubersprüche, Gebete und Tänze von Schweden bis zum Alpenraum, interpretiert und ausgewählt von Miriam Andersen. Klezmer-Musik und jüdische Literatur stehen auf dem Programm, wenn Miguel Herz-Kestranek Texte von Primo Levi liest; begleitet wird er vom Diamond Trio mit den Klarinetten-Stars Alexander & Daniel Gurfinkel sowie Silvia Patru am Klavier.

Schlager des Wirtschaftswunders

Ganz andere Töne werden am Gründonnerstag angeschlagen, da geht es um Schlager des Wirtschaftswunders. Eddie Luis und die Gnadenlosen singen Hits wie „Capri-Fischer“, „Souvenirs“ oder „Ein Schiff wird kommen“ und bieten unter dem Titel „Alles auf Anfang“ eine Reise durch die 50er-Jahre.

„Psalm 2021“

Das Osterfestival der styriarte findet heuer vom 28. März bis zum 5. April in Graz statt.

Am Karfreitag steht unter anderem Pergolesis „Stabat mater“ auf dem Programm, kombiniert mit Volksmusik aus Amazonien unter dem Motto „Mutter Erde weint im Regenwald“. Es singen und musizieren Iris Vermillion, Silvana Veit, Ismael Barrios, Carlos Escobar Pukara und Gonzalo Manrique. Die Erde steht auch bei Gustav Mahlers Liederzyklus „Lied von der Erde“ im Mittelpunkt. Als Solisten sind Stephanie Houtzeel und Herbert Lippert zu hören, sie werden begleitet vom Orchester Recreation unter der Leitung von Florian Groß.

Lieder für eine bessere Welt

„What a wonderful world“ heißt es abschließend hoffnungsfroh am Ostermontag. Dazu wird ein Bogen durch die Popgeschichte von den Songs der westlichen Friedensbewegung bis zur Gegenwart der Klimaproteste gespannt. Zu hören sind Anna Heimrath, Thomas „Effi“ Petritsch – als Granada-Frontman auf den Rock-Bühnen zuhause – und ein Sextett rund um Raphael Meinhart.