Impfen
QuickHoney/ORF.at
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Steiermark impft

Wer sich wann impfen lassen kann

Für die Coronavirus-Schutzimpfung gibt es einen bundesweit gültigen Impfplan, welche Bevölkerungsgruppen wann geimpft werden. Hier finden Sie einen Überblick über den Zeitplan und die Anmeldemöglichkeiten in der Steiermark.

Täglich werden neue Informationen bekannt, wann und wo die Schutzimpfungen in der Steiermark durchgeführt werden und wie man an eine Schutzimpfung kommt – auf dieser Seite finden Sie die aktuellsten Informationen. Organisation und Umsetzung liegt bei den Ländern; grundsätzlich gilt, dass der Zeitplan von der Verfügbarkeit der Impfstoffe abhängt und davon, wie viele Menschen sich impfen lassen.

Anmeldung läuft

Das Land Steiermark baut derzeit die Infrastruktur für die Schutzimpfung der breiten Bevölkerung auf. Die Anmeldung erfolgt generell online – das gilt für die gesamte Bevölkerung mit Wohnsitz Steiermark – mehr dazu in Ab sofort können sich alle anmelden.

Die drei Phasen

Das Nationale Impfgremium hat aufgrund medizinischer Faktoren die Zielgruppen für die Schutzimpfung gereiht. Die Kriterien sind in der Priorisierung des Nationalen Impfgremiums detailliert abrufbar. Der Impfplan basiert auf dem Ziel, dass Menschen, die besonders gefährdet sind, zuerst die Möglichkeit zur Schutzimpfung bekommen sollen.

Phase eins läuft – hier werden folgende Gruppen geimpft:

  • Bewohnerinnen und Bewohner von Pflege- und Altersheimen
  • Gesundheitspersonal mit hohem Ansteckungsrisiko
  • Hochrisikopatienten mit definierten Vorerkrankungen, Menschen mit Behinderungen
  • Personal, das Menschen direkt unterstützt (mobile Pflege, Krankenpflege, 24-Stunden-Pflege, persönliche Assistenz von Menschen mit Behinderungen)

Durch Lieferengpässe hat sich der zeitliche Ablauf etwas nach hinten verschoben, mittlerweile wurde aber bereits mit der Impfung von Hochrisikopatienten begonnen – mehr dazu in Impfstart für Hochrisikopatienten erfolgt (10.2.2021).

Auch Phase zwei läuft bereits. In dieser „erweiterten Verimpfung“ werden folgende Gruppen geimpft:

  • Ärzte, Zahnärzte, Ordinationspersonal und Angehörige
  • Über 80-Jährige, die zuhause leben
  • Über 75-Jährige, die zuhause leben
  • Personen mit schwersten Vorerkrankungen und deren engste Kontaktpersonen
  • Beschäftigte in der mobilen Pflege, Betreuung oder in der 24h-Pflege
  • Über 70-Jährige, die zuhause leben
  • Personen mit schweren Vorerkrankungen und deren engste Kontaktpersonen
  • Enge Kontaktpersonen einer Schwangeren
  • Über 60-Jährige, die zuhause leben

Jene Ärzte, Zahnärzte, Ordinationspersonal und Angehörige, die an der Impfaktion teilnehmen, sind mittlerweile weitgehend erstgeimpft – mehr dazu in Ärzte-Impfung: Kritik von Ärztekammer (27.2.2021) –, und auch mit der Impfaktion für Über-80-Jährige, die nicht in Heimen leben, wurde bereits begonnen – mehr dazu in CoV-Impfung: „Stichtag“ für über 85-Jährige (2.3.2021).

Phase drei soll ab Mitte des zweiten Quartals starten und hat derzeit natürlich kein Enddatum. Bei der „breiten Verimpfung“ kann sich die Bevölkerung generell impfen lassen. Sie setzt eine großflächige Impfstoffverfügbarkeit voraus.

Impfstrategie
Land Steiermark

Womit man geimpft wird, kann man sich nicht aussuchen. Nach anfänglichem Zögern ist mittlerweile auch der CoV-Impfstoff von AstraZeneca ohne Alterslimit und auch für Risiko- und Hochrisikopersonen freigegeben – mehr dazu in Impfgremium empfiehlt AstraZeneca-Vakzin für Ältere (news.ORF.at).

Empfehlung auch für Genesene

Das Nationale Impfgremium empfiehlt die CoV-Schutzimpfung auch für bereits von Covid-19 genesene Menschen. Solange es aber eine Impfstoffknappheit gibt, können jene Menschen, die innerhalb der vergangenen sechs Monate eine SARS-CoV-2-Infektion hatten, nachgereiht werden.

Schwangere sollen derzeit nicht geimpft werden. Der Grund: Aufgrund des Zeitdrucks waren Auswirkungen auf diese Personengruppe nicht Teil der klinischen Tests vor der Zulassung – das wird von den Pharmaunternehmen aber nachgeholt. Empfohlen wird genau deshalb aber, dass Personen im nahen Umfeld Schwangerer sich impfen lassen, um das Risiko einer Ansteckung zu minimieren.