Zimmerschlüssel in Hotel
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Coronavirus

Touristiker schreiben Wintersaison ab

„Dieser Winter ist touristisch nicht mehr zu retten“, sagt Steiermark Tourismus-Chef Erich Neuhold. In der Steiermark sind die Hotels seit Anfang November geschlossen. Man konzentriere sich jetzt auf den kommenden Sommer und hoffe auf neue Gästeschichten.

Das so wichtige Wintergeschäft findet in der Tourismusbranche derzeit überhaupt nicht statt. Man müsse die rosarote Brille absetzen, sagte Steiermark Tourismus-Chef Erich Neuhold am Montag, die Saison sei gelaufen.

Nichts zu beschönigen

„Angesichts des Verlaufs der Pandemie, der Reiserestriktionen und der Lockdownverlängerung ist dieser Winter touristisch nicht mehr zu retten. Da ist nichts mehr zu beschönigen. Die Tourismusbranche hat seit November nicht aufsperren dürfen, jetzt kommt noch der sonst so starke Februar dazu. Vielleicht gibt es noch einen kleinen Lichtblick mit März, aber die Wintersaison ist nicht mehr zu retten“, so Neuhold.

„Keine Chancen im Winter“

Die Wintersaison sei mit jener des vergangenen Sommers nicht vergleichbar, sagte Neuhold: " Nachdem wir im Sommer relativ gut durch die Krise gekommen sind – mit Ausnahme von Graz, wo die Lage eine sehr schwierige war und ist – haben wir insgesamt rund 14 Prozent Einbußen bei den Übernachtungen gehabt. Das ist nicht so dramatisch wie in den anderen Bundesländern gewesen. Im Winter sehen wir da keine Chancen, das auch nur irgendwie auszugleichen."

Vorbereitungen auf Frühjahr und Sommer laufen

Deshalb bereite man sich nun schon auf das Frühjahr und den Sommer vor, so der Tourismuschef. „Es kann sein, dass die wiedergewonnen Freiheit zu Flugreisen animiert. Aber es kann auc sein, dass viele Gäste, die in Sommer des Vorjahres zum ersten Mal in der Steiermark waren und hier gute Erfahrungen gemacht haben, wieder kommen. Vor allem auch in Anbetracht eines gewissen Sicherheitsgefühls“, so Neuhold.

Dass die vergangene Sommersaison eine gute war, helfe dennoch, so Neuhold. Und man beobachte die Entwicklung auf den Märkten sehr genau und werde entsprechend reagieren. „Aus Marketingsicht werden wir alles tun, um die Betriebe zu unterstützen und die Steiermark gut zu positionieren“, so Neuhold.