Kultur

Land kaufte „manuskripte“-Archiv

Das Archiv der österreichischen Literaturzeitschrift „manuskripte“ ist vom Wissenschaftsressort des Land Steiermark angekauft worden. Die Archivalien der vergangenen 60 Jahre wurden von der Steiermärkischen Landesbibliothek übernommen.

Im Mai des Vorjahres starb Alfred Kolleritsch, der die Literaturzeitschrift „manuskripte“ 60 Jahre lang herausgab – mehr dazu in Alfred Kolleritsch ist tot (29.5.2020). 227 Hefte waren seither erschienen, die Korrespondenzen und Zeitdokumente dazu waren in den Räumlichkeiten der „manuskripte“ im Palais Attems in der Grazer Sackstraße verwahrt. Nun gehen die rund 360 Gebinde in die Steiermärkische Landesbibliothek und werden danach als Dauerleihgabe ans Grazer Franz-Nabl-Institut übersiedeln.

Das Archiv umfasst den Zeitraum von 1960 bis 2015. Laut Katharina Kocher-Lichem, der Leiterin der Landesbibliothek, sollen die ersten zehn Jahre (bis 1970) „konzentriert und umgehend aufbereitet“ werden und bereits in einem halben Jahr an das Franz-Nabl-Institut übergeben werden.

110.000 Euro für die Literatur-Förderung

Die Kaufsumme von 110.000 Euro soll in die Unterstützung förderungswürdiger literarischer und literaturwissenschaftlicher Projekte fließen, kündigte Andreas Unterweger, der seit dem Tod von Alfred Kolleritsch im Vorjahr die Literaturzeitschrift alleine herausgibt, bereits in der Sonderausgabe „Wie es mit der Literatur weitergeht. 60 Jahre Literaturzeitschrift manuskripte“ an.

„Das Vermächtnis von Alfred Kolleritsch“

„Es war uns wichtig, dass dieses für die Literaturgeschichte so bedeutende Archiv in der Steiermark verbleibt und hier wissenschaftlich aufgearbeitet wird“, so Wissenschaftslandesrätin Barbara Eibinger-Miedl (ÖVP). „Dieses Archiv ist das Vermächtnis Alfred Kolleritschs, Texte, die an ihn gesendet und für veröffentlichungswürdig befunden worden sind, sowie die entsprechende Korrespondenz dazu. Damit konnte für die Landesbibliothek, einer Institution der Wissenschaft und der Kultur, seit Langem wieder ein wertvoller Bestand erworben werden“, betont Kulturlandesrat Christopher Drexler (ÖVP).