Eine psychisch erkrankte Frau sitzt mit gefaltenen Händen auf einem Sessel.
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Coronavirus

Selbsthilfegruppen: Treffen wieder erlaubt

In Bereichen, die für das körperliche und seelische Wohl besonders von Bedeutung sind, gibt es ab Montag Öffnungsschritte: Medizinische und psychosoziale Selbsthilfegruppen dürfen sich wieder treffen, ebenso Sportvereine.

Den mehr als 180 Selbsthilfegruppen in der Steiermark ist es ab jetzt wieder erlaubt, sich zu treffen – fast ein Jahr lang war das nur virtuell möglich: „Speziell psychische Themen, Suchtproblematiken, aber auch soziale Themen leben davon, dass man sich face to face trifft, damit man einen Erfahrungsaustausch untereinander praktizieren kann. Die Frage wird sicher sein: Wie können sich Gruppen wieder treffen? Und die Wichtigkeit der Schutzmaßnahmen muss man da sicher in den Vordergrund stellen“, so Elisabeth Bachler von Selbsthilfe Steiermark.

Laut Verordnung sind Treffen im Freien und auch in geschlossenen Räumen mit FFP2-Maske erlaubt. Obwohl erst seit Montag wieder persönliche Treffen möglich sind, wurden in der Steiermark heuer bereits neue Selbsthilfegruppen gegründet, die regen Zulauf haben, etwa jene von Betroffenen, die an den Langzeitfolgen einer Covid-19-Erkrankung leiden.

Zurück auf die Fußballplätze

Auch rund 1.000 Kinder- und Jugendmannschaften in der Steiermark dürfen seit Montag auf ihre Fußballplätze zurückkehren – in Kleingruppen von maximal zehn Spielern mit maximal zwei Betreuern. Nach fünf Monaten CoV-Pause darf wieder trainiert werden – der Haken: Körperkontakt ist nicht erlaubt, Matches gibt es keine.

Für den steirischen Fußballverband ist die Öffnung ein wichtiger erster Schritt, „aber man darf nicht übersehen, dass Fußball letztlich ein Kontaktsport ist, und wir hätten uns schon erwartet, dass man normal Fußball spielen darf. Man darf auch nicht übersehen, dass auf den öffentlichen Bezirksfußballplätzen immer mehr ein Wildwuchs entsteht, das heißt, hier wird normal Fußball gespielt, außerhalb der Kontrolle. Die Vereine wären eigentlich ein Garant dafür, dass die Sicherheitsvorkehrungen eingehalten werden“, so Präsident Wolfgang Bartosch.

Um einen normalen Spielbetrieb im Nachwuchsbereich zu ermöglichen – und womöglich ab Mai sogar noch eine Meisterschaft durchführen zu können –, wären die Vereine laut Bartosch auch bereit, die jungen Spieler vor dem Training zu testen.