Gastronomie darf öffnen, leere Tische im Regen
Dietmar Mathis Fotografenmeiste
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Coronavirus

Weiter keine Öffnung: Wirte fordern Unterstützung

Die Entscheidung über eine Öffnung der Gastronomie ist am Montag wieder verschoben worden. Die steirischen Wirte fordern nun für Zeit der Schließung weitere finanzielle Unterstützung.

Die Bundesregierung beriet am Montag erneut in drei Runden mit Experten und Expertinnen, Landeshauptleuten und Opposition die aktuelle Coronavirus-Lage. Angesichts der Infektionszahlen und einer Sieben-Tage-Inzidenz von über 200 gab es keine Ansagen zu weiteren Öffnungsschritten – mehr dazu in Noch keine Entscheidung über Ostertage (news.ORF.at) und in Schützenhöfer: Testen und impfen statt abriegeln.

Besonders trifft das die Gastwirte, denn wann sie wieder richtig aufsperren können, ist weiter unklar, so der Spartensprecher Klaus Friedel: „Im Grunde genommen haben wir uns das erwartet, dass das im März nichts mehr werden wird. Das Ostergeschäft ist, glaube ich, dahin gegangen, aber ansonsten warten wir, was die Regierung uns für Auflagen bei der Wiedereröffnung präsentiert.“ Denn Aufsperren mache nur dann Sinn, wenn es auch wirtschaftlich sei, so Friedel.

Ausfallbonus verlängern

Jetzt gehe man aber noch von einer weiteren Sperrzeit aus, und da sei es unbedingt wichtig, dass finanzielle Unterstützung vom Staat komme: „Die staatlichen Hilfen sind ab März besser gegeben, da wurde dieser Ausfallsbonus ja verdoppelt, und da wünschen wir uns schon, dass dieser, wenn wir nicht aufsperren dürfen im April und Mai, weiter gilt“, so Friedel.

Problembereiche Urlaub und Abwanderung

Auch die 0-Prozent-Kurzarbeit für Mitarbeiter sei während der Sperrzeit unbedingt nötig – auch wenn sich dadurch Probleme für die Zeit des Aufsperrens ergeben würden: „Im Grunde sind wir jetzt seit 3. November mit unseren Mitarbeitern in Kurzarbeit. Wenn wir uns das genau anschauen und nur pro forma, wir sperren am 1. April auf, haben die Mitarbeiter im Grunde zwölf bis 13 Tage Urlaub angehäuft, das heißt dann in der Realität, der Mitarbeiter hätte dann drei Wochen Urlaubsanspruch, wenn er wieder in den Betrieb kommt.“ Aber auch die Abwanderung von Mitarbeitern in andere Sparten würde zunehmen und mache den Gastronomen Sorgen, so Friedel.