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ORF.at/Dominique Hammer
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Umwelt

Steirer forschen an Wasserstoffkraftwerken

Der Bund will Energiegewinnung aus Wasserstoff explizit fördern. Am Wasserstoffkompetenzcenter der TU Graz „HyCentA“ zeigt man sich erfreut darüber. Geforscht wird hier an Wasserstoffkraftwerken für die Stromversorgung.

Noch vor dem Sommer soll das neue Gesetz für Energiegewinnung aus erneuerbaren Quellen im Bund beschlossen werden. Damit gehen milliardenschwere Förderungen für die Forschung einher, rund fünf Milliarden Euro sollten über das neue Gesetz in die Steiermark fließen – mehr dazu in Neues Energiegesetz: Fünf Mrd. Euro für die Steiermark. Mit 500 Millionen Euro soll der Bereich Wasserstoff gefördert werden – ein Bereich, in dem die Steiermark sehr gut aufgestellt ist – etwa an der Montanuni Leoben, wo an grünem Wasserstoff geforscht wird und auch mit dem HyCentA an der TU-Graz.

„Erster wichtiger Schritt“

HyCentA-Geschäftsführer Alexander Trattner zeigte sich zufrieden mit der Aussicht auf Fördergelder: „Das ist ganz ein wichtiger erster Schritt, um der Technologie voran zu helfen. Wasserstoff ist natürlich ein wesentlicher Schlüssel, um überhaupt die Klimaziele erreichen zu können und die Transition zu diesem erneuerbaren Energiesystem zu schaffen. Daher sind diese 500 Millionen Euro wirklich eine große Summe und ein wichtiger erster Schritt, um sowohl eine Basisinfrastruktur aufzubauen, aber auch, um durch Forschung und Entwicklung Forschungsdienstleistungen Made in Austria zu generieren und in weiterer Folge auch Komponenten, Systeme, Anlagen und auch Fahrzeuge zu entwickeln.“

Energiespeicher zur Stromversorgung

Neben dem schon bekannteren Anwendungsgebiet Mobilität soll Wasserstoff auch eine große Rolle im Bereich Stromerzeugung spielen. „Ja, das ist auch natürlich eine ganz wichtige Rolle, Wasserstoffkraftwerke zu errichten. Wasserstoff selbst ist ja ein Gas, hat eine sehr hohe Energiedichte und viel Energie gespeichert. Wasserstoff – per Definition ein Energiespeicher“. so Trattner, der wiederum im Sommer mit eventuell überschüssigem Solarstrom oder bei Starkwind mit Windräderstrom produziert werden kann, um dann im Winter fehlenden Solarmstrom auszugleichen.

„Letztendlich wollen wir Kraft, Wärme und Licht in Form von Energie nutzen, und wenn man jetzt zum Beispiel im Winter wieder Strom benötigt, dann wird in der Brennstoffzelle Wasserstoff mit Sauerstoff wieder in Strom verwandelt“, so Trattner. Daran, diese Rückwandlung noch besser und energieeffizienter zu schaffen, werde derzeit geforscht.