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Wirtschaftsexperte blickt positiv in die Zukunft

Die CoV-Pandemie hat die schwerste Rezession seit dem Zweiten Weltkrieg ausgelöst. Aber wenn auch hierzulande noch nicht viel davon zu spüren ist, so können Wirtschaftsforscher weltweit schon wieder einen Aufschwung verzeichnen.

Die steirische Wirtschaft hat gleich zwei Standbeine, die durch die CoV-Pandemie schwer beeinträchtigt wurden: die an sich sehr wettbewerbsfähige exportorientierte Industrie und den Tourismus.

Grundsätzlich hoch wettbewerbsfähig

Christian Helmenstein, Chefökonom der Industriellenvereinigung, blickt aber bei den Raiffeisen-Konjunkturgesprächen trotz dritter CoV-Welle und damit aktuell immer noch hohen Infektionszahlenzahlen positiv in die Zukunft: „Während wir im letzten Jahr in der Steiermark überdurchschnittlich negativ betroffen waren, kehrt sich das jetzt ins Positive. Wir haben eine hoch wettbewerbsfähige Industrie – denken wir da an die Automobilindustrie, auch dort haben wir beträchtliche Zuwächse –, und hoffentlich dann nach dem Sommer werden auch die Tourismusumsätze wieder kommen.“

USA und China bereits wieder angesprungen

Auch die Welthandelsorganisation WHO geht von einem Plus im Welthandel von über acht Prozent im nächsten Jahr aus – wenn auch stark ausgehend von China und den USA: „In den USA und in China geht es schon sehr dynamisch aufwärts, das haben wir in Europa so noch nicht. Wenn wir also jetzt den Welthandel anschauen, stellen wir fest, dass wir längst die CoV-Pandemie und ihre wirtschaftlichen Einbrüche hinter uns gelassen haben – wir liegen schon oberhalb des Niveaus von 2019“, so Helmenstein.

„Impfstrategie schnellstmöglich umsetzen“

Aber auch Europa und damit die Steiermark könnten bald mit anziehen: „Die steirische Industrie ist hochtechnologisch orientiert – jene Städte und Gemeinden, die ganz stark auf Technologie gesetzt haben, schneiden überdurchschnittlich gut in dieser Pandemie ab. Wir hätten die Chance auf einen wirklich starken Aufschwung, wenn wir in Europa schnellstmöglich eine erfolgreiche Test-Tracing und Impfstrategie umsetzen. Das heißt, je länger wir benötigen, um unsere Bevölkerung zu impfen, desto stärker verschiebt sich der Aufschwung in die Zukunft“, sagt der Ökonom Christian Helmenstein zur Chance auf einen baldigen Wirtschaftsaufschwung in der Steiermark.