Politik

Anschober-Nachfolger: Ärzteschaft zufrieden

Die steirische Ärzteschaft sieht die Bestellung von Wolfgang Mückstein zum neuen Gesundheitsminister als positives Zeichen. Die Ärztekammer hofft auf eine gute Zusammenarbeit mit dem Allgemeinmediziner als Gesundheitsminister.

Der Wechsel an der Spitze des Gesundheitsministeriums wurde am Dienstagvormittag bekannt: Mitten in der CoV-Pandemie kündigte Rudolf Anschober (Grüne) im Rahmen einer Pressekonferenz seinen Rücktritt an – mehr dazu in Offene Worte zum Abschied (news.ORF.at). Nur knapp zwei Stunden später trat Vizekanzler Werner Kogler (Grüne) mit dem Nachfolger vor die Presse: Der Allgemeinmediziner Wolfgang Mückstein folgt Anschober nach – mehr dazu in Wolfgang Mückstein wird Gesundheitsminister (news.ORF.at).

Vizekanzler stellt Anschober-Nachfolger vor

Vizekanzler Werner Kogler (Grüne) hat am Dienstag bekanntgegeben, wer seinem Parteikollegen Rudolf Anschober als Gesundheitsminister nachfolgt. Es handelt sich um den Allgemeinmediziner Wolfgang Mückstein.

Mit klaren Vorstellungen äußerte sich die steirische Ärztekammer am Dienstag schon vor der Präsentation des neuen Ministers in einer Aussendung: Anschobers Nachfolge müsse eine Person mit höchster Fachkompetenz im Gesundheitsbereich sein, forderte da der steirische Ärztekammerkammer-Vizepräsident Dietmar Bayer.

Gut in Stadt und Land vernetzt

Wenig später wurde dann der 46 Jahre alte Wolfgang Mückstein als neuer Gesundheitsminister vorgestellt. Die Ärztekammer Steiermark zeigte sich mit dieser Entscheidung zufrieden – und das nicht nur, weil Mückstein nun ein niedergelassener Mediziner an vorderster Front des Gesundheitswesens stehe, so Dietmar Bayer: „Kollege Mückstein hat im städtischen Bereich sehr gute Kompetenzen, aber vor allem dadurch, dass er nicht nur das erste Primärversorgungszentrum in Österreich aufgesetzt hat, sondern auch Großvater der anderen Versorgungszentren war, hat er natürlich auch einen sehr guten Vernetzungsgrad im ländlichen Bereich und kennt die Probleme der Menschen im Land.“

Innovativ und zukunftsgewandt

Mit Mückstein habe man bis jetzt in der Steiermark schon gute Erfahrungen gemacht, so Dietmar Bayer: „Er hat in vielen Pilotprojekten wie der e-Medikation mitgearbeitet. Wir haben mit Mückstein einen sehr innovativen, zukunftsgewandten Gesundheitsminister, der natürlich auch ein Ohr für die Bundesländer hat.“

Auch die Hartberger Allgemeinmedizinerin Reingard Glehr erhofft sich eine gute Zusammenarbeit mit dem neuen Minister – Glehr ist auch die Sprecherin der Initiative „Österreich impft“. Genau bei diesem Thema wünscht sie sich eine „transparente Kommunikation an die Mitspieler in der Impflogistik und dass die klare Impfstrategie, die vorgesehen ist, auch so fortgeführt wird, dass der Impfstoff möglichst schnell und möglichst gerecht verteilt wird“.

Den künftigen Gesundheitsminister bezeichnet Glehr als guten Kommunikator, der in allen Schnittstellen des Gesundheitsbereiches Erfahrungen hat und somit auch gute Entscheidungen für die Bevölkerung treffen werde.